Nach Cajarc fliesst der Lot in Prinzip gegen Westen, dies aber in einer ganzen Reihe von breiten Mäandern. Dem Bach zu folgen würde also viele Marschkilometer für wenige Luftlinien-Kilometer bedeuten. Der Camino entfernt sich somit südwärts von diesem Slalomparcours, um dann später einen südwestlichen Verlauf einzunehmen. Die erste Schlaufe nach Cajarc nehmen wir allerdings auf der «Innenseite», denn diese führt uns auf die Anhöhe Pech d'Andressac, die einen schönen Blick zurück ins Tal des Lot und auf Cajarc erlaubt. Da wir aber in der Schlaufe gefangen sind, folgt jetzt ein Abstieg, und wenn wir den Lot überqueren, fliesst dieser jetzt plötzlich nordwärts, wo er doch eben noch südwärts geflossen ist.
Wie schon am Vortag ist auch das heutige Kalkplateau sehr kärglich bewachsen. Dank der hier wachsenden Eichen ist das Gebiet allerdings auch gesegnet mit Trüffel, die man ja nicht anbauen kann, und die meist mit Schweinen oder mit auf Trüffel abgerichteten Hunden gesucht werden.
Limogne-en-Quercy ist nicht besonders gross, aber dennoch der grösste Ort auf der heutigen Etappe. Danach folgt ein längerer Abschnitt in einem Wald. Der Etappenort Varaire ist ein historischer Etappenort, hoffentlich fühlen auch wir uns dort wohl.

Hinweis(e)
Die Via Podiensis beginnt in Le Puy-En-Velay und führt uns nach St. Jean Pied de Port. Sie entspricht dem französischen Fernwanderweg 65 (Grande Randonnée 65) und ist markiert sowohl mit den bekannten Muschelsigneten als auch mit rot-weissen Balken und GR65.