Château de Flamarens

Château de Flamarens

Wenn wir es am Vortag verpasst haben, dann sollten wir noch der Kirche von Saint-Antoine einen kurzen Besuch abstatten, bevor wir weiterwandern. Die Deckenbemalung ist noch gut erhalten, und das Portal widerspiegelt den Einfluss aus der Periode, als Spanien von den Arabern/Mauren besetzt war. In Flamarens gibt es eine halbwegs eingestürzte Kirche sowie direkt daneben ein imposantes Château, an dem allerdings der Zahn der Zeit auch schon intensiv genagt hat. Eine Tafel weist darauf hin, dass Spenden zur Renovation gesammelt werden. Die Kirche Saint-Orens in Miradoux lohnt einen Besuch. Sie ist einschiffig gebaut, mit mehreren Kapellen. Auch die alte Markthalle ist sehenswert. Auch in Castet -Arrouy schliesslich lädt eine kleine Kirche zur Besichtigung ein.
Nach längeren Abschnitten entlang der Strasse folgt jetzt ein Abschnitt über Feldwege, was uns etwas weg bringt vom Verkehr. Der Etappenort Lectoure gehört zu den ältesten Siedlungen im aktuellen Dept. Gers. Es war einst Bischofsstadt und verfügte über mehrere Pilgershospize, hat aber heute nicht mehr die damalige Bedeutung. Die Kathedrale Saint-Gervais allerdings gibt noch eine Idee, welche Bedeutung Lectoure einst gehabt hat.
Lectoure ist übrigens der Punkt auf der Via Podiensis, der am nächsten bei der Via Tolosana (F) resp. dem Camino Arragonés (E) liegt, einem Jakobsweg der von Arles an der Rhônemündung über den Col du Somport nach Puente La Reina führt. In dieser Gegend ist es also leicht möglich, von einer Route auf die andere zu wechseln.

Hinweis(e)
Die Via Podiensis beginnt in Le Puy-En-Velay und führt uns nach St. Jean Pied de Port. Sie entspricht dem französischen Fernwanderweg 65 (Grande Randonnée 65) und ist markiert sowohl mit den bekannten Muschelsigneten als auch mit rot-weissen Balken und GR65.