Wir bleiben dem Departement Dordogne (24) auch heute nochmals treu, und wandern von Périgueux nach Saint-Astier. Auch der Fluss «L'Isle» nimmt den Weg zwischen den beiden Orten, und dies sogar auf einer kürzeren Strecke. allerdings ist die Talsohle in diesem Abschnitt recht intensiv verbaut, mit Wohn- und Gewerbe- resp. Industriezonen, sodass die Via Lemovicensis eine Schlaufe nördlich durch unverbautere Gebiete macht. Damit vermeiden wir viel Getümmel und Verkehr, haben bessere Luft zum Wandern, aber auch weniger Möglichkeiten uns unterwegs zu verpflegen.
In Chancelade kommen wir an einem ehemaligen Augustinerkloster aus dem 12. Jh. vorbei. Das Gebäude ist heute ein spirituelles Zentrum und ist dem seligen Alain de Solminihac gewidmet. Dieser wurde 1593 auf dem Schloss Belet bei Périgueux als Sohn einer Landadels-Familie geboren, wirkte dann eine Zeit lang als Malteser-Ritter, bevor er den Augustiner-Chorherren in der Abtei Chancelade beitrat. Auf Grund seines Lebenswerkes wurde er im Oktober 1981 von Johannes Paul dem II. selig gesprochen.
Saint-Astier geht dem Namen nach zurück auf den heiligen Astier, dessen Grab in der gleichnamigen Kirche in Saint-Astier liegt.

Hinweis(e)
Die Via Lemovicensis, in Frankreich auch «Voie de Vézelay» genannt, ist einer der Haupt-Pilgerwege in Frankreich. Er verbindet Vézelay im Burgund, schon im Mittelalter ein wichtiger Pilger-Sammelpunkt, mit Saint Jean-Pied-de-Port am französischen Fuss der Pyrenäen. Der Weg umgeht das «Massif Central» und misst rund 930 Kilometer.

Siehe auch
Siehe auch: www.compostelle-limousin-perigord.fr/