Rorschach-St. Gallen - Wegdistanz 15 km, Wanderzeit rund 4 Stunden 30 Minuten

Jakobsbrunnen in Rorschach

Kommen viele Santiago-Pilger aus dem süddeutschen Raum per Schiff am Hafen von Rorschach an, so gelangen heutige Pilgerinnen und Pilger aus der Schweiz vom SBB-Bahnhof entlang der Quai-Anlagen kommend zum Hafenviertel. Ein Abstecher zum Jakobsbrunnen am Kronenplatz gehört gewissermassen zum guten Start der Pilgerreise. Das Glöckchen auf dem Brunnenstock erinnert an die Jakobuskapelle, welche bis 1834 an diesem Platz stand. Vom Hafenviertel geht es südwärts, den Jakobswegschildern folgend, durch die engen Gassen des Städtchens bis zum Bahnübergang. Nach dem Bahnübergang geht es rechts, an der Bahn-Haltestelle Rorschach-Stadt vorbei und dann in südwestlicher Richtung durch ein Industriequartier bis zur Appenzellerstrasse. Auf ihr gelangen wir stadtauswärts bis hinauf zum Ortsteil Chellen und zur Autobahn, welche wir weiter westlich, nachdem wir die Hohrain-Landstrasse passiert haben, auf der Mühlebergstrasse queren. Nach kurzem Anstieg gelangen wir zum Schloss Sulzberg. Am Schlösschen und dem stillen Schlossweiher vorbei führt uns ein Strässchen hinauf zum Hof Bettleren, wo es rechts abbiegt und uns oberhalb der Weiher hinüber zur Landstrasse (Bushaltestelle Vogelherd) bringt.

Schlossweiher Sulzberg


Ihr folgen wir und zweigen kurz danach rechts auf den Umgehungsweg ab, der uns über den Weiler Brand wiederum auf die Landstrasse in Untereggen (Untereggen Vorderhof) führt. Vom Sulzberger-Schlossweiher, der in einer Geländemulde liegt, und während des Aufstiegs nach Untereggen geniessen wir eine prächtige Aussicht auf den Bodensee. Wir bleiben auf der Dorfstrasse (Goldacherstrasse) und kommen an der barocken Pfarrkirche St. Maria Magdalena vorbei. Nach rund 150 m zweigt wiederum rechts ein Umgehungsweg ab, auf dem wir südlich des Dorfes hinauf zum Ortsausgang (Untereggen-Hinterhof) gelangen. Nun geht es auf der Landstrasse hinauf zum Ortsende Untereggen-Hinterhof. Hier verlassen wir die Landstrasse und zweigen links auf den Fahrweg ab, der uns am Hof Schiben vorbei, immer steiler werdend, auf die Anhöhe führt.

Marienkirche Untereggen

Von hier zweigen wir rechts auf einen Fussweg, auf dem wir entlang des Waldrandes und über den Wiesenhang hinunter zur sagenumwobenen Martinsbrücke gelangen. Diese überquert die Goldach und das bewaldete Martinstobel. Nach der Brücke nehmen wir links den Zufahrtsweg zum Schaugenbädli, dem wir in südlicher Richtung am Rand des Tobels bis zum Schaugenbädli folgen. Rechts wendend steigen wir dann hinauf zum Hof Riet und weiter zu den Häusern im Ortsteil Schaugen. Nun geht es in nördlicher Richtung zunächst auf der Landstrasse und dann auf einem Umgehungsweg hinunter auf die Tablatstrasse und an den Stadtrand von St. Gallen. Wir kommen direkt zur Bushaltestelle St. Gallen-Wilen. (N.B.: Pilger, die den gut einstündigen Fussmarsch durch die Stadt meiden möchten, können hier den Bus in die Stadt nehmen.)
Alternative Route (nicht markiert und nur für erfahrene Wanderer): Nach der Martinsbrücke zweigen wir zunächst links auf den Zufahrtsweg zum Schaugenbädli ab. Kurz danach nehmen wir rechts den Waldweg, der uns aus dem Tobel heraus, über flaches Wiesland zur Bushaltestelle St. Gallen-Wilen führt.
Der Weg führt uns weiter westwärts auf der Martinsbruggstrasse, von welcher wir nach ungefähr

Spisergasse St. Gallen


900 m links in die Burenbüchelstrasse abzweigen. Auf ihr bleiben wir bis zum grossen Sportfeld. Von dort geht es in südlicher Richtung, die Rehtobelstrasse querend bis zum Bruggwiesenweg. Dieser führt uns am südlichen Stadtrand bei St. Fiden und dem Hagenbuchwald entlang, bis wir zum Goldbrunnenweg (mit dem famosen Goldbrünneli) kommen. Ihm folgen wir bis zur Flurhofstrasse. Auf ihr gelangen wir westwärts bis zur Linsebühlstrasse und der dortigen Maria Magdalena Kirche, deren Kirchturm uns wegweisend war. An der Linsebühlstrasse 61 befindet sich auch die Pilgerherberge St. Gallen, die vom dortigen Herbergeverein (www.pilgerherberge-sg.ch, Tel. 0041 (0)71 220 00 62) betrieben wird. Etwas weiter westlich gelangen wir zum Spisertor und von dort in den weltberühmten Klosterbezirk, welcher zum Weltkulturerbe zählt. Ein Besuch in der barocken Stiftskirche und der Stiftsbibliothek und ein Bummel durch die Gassen der Altstadt mit den zahlreichen alten Riegelbauten und prachtvollen Erkerhäusern gehört zum Tagesprogramm.

St. Gallen – Herisau - Wegdistanz: 10.5 km; Ungefähre Wanderzeit: 2 Stunden 45 Minuten 

Stiftskirche St. Gallen

Wir verlassen die St. Galler Altstadt (Oberer Graben) in westlicher Richtung und gelangen auf der St. Leonhard-Strasse zur Bahnüberführung und zur dortigen neugotischen St. Leonhard-Kirche (westlich des Bahnhofs von St. Gallen). Nach der Bahnüberführung zweigen wir links auf die Burgstrasse ab, die uns (am Sportgelände vorbei) über die Abkürzung Turner-/Schillerstrasse zu den beiden Burgweihern bringt. Die beiden Weiher umgehen wir nördlich auf dem Burgweiherweg; dieser führt uns ins westliche Aussenquartier. Zu sehen sind die Kapelle Maria Einsiedeln und der „Tröckneturm“. Auf der Ahornstrasse und dem Eisenbahnweg gelangen wir zum weiter westlich gelegenen EMPA-Gebäude. Von dort geht es rechts hinüber auf die Zürcherstrasse. Diese führt uns durch Bruggen, wo am Ortsende die Fürstenlandstrasse einmündet. Vor der Fürstenlandbrücke (kurz nach der Bushaltestelle) zweigen wir links auf die Kräzernstrasse ab. Diese bringt uns an der Stocken-Brauerei vorbei hinunter zur sandsteinernen

Kirche Herisau

Sitterbrücke und auf der Gegenseite hinauf zur Bushaltestelle Kräzern. Dort zweigen wir in südlicher Richtung ab und gelangen über die Bahnlinie auf die Gübsenstrasse. Ihr folgen wir (am Schlösschen Sturzenegg vorbei) hinauf ins 60 m höher gelegene Naturschutzgebiet am Gübsensee. Ein Wanderweg (Gübsebenseeweg) führt uns westwärts, entlang des Sees und der ehemaligen Trasse der Appenzellerbahn, durch ein kurzes Waldstück. Der Weg mündet in die Appenzellerstrasse ein. Auf ihr gelangen wir auf die St. Gallerstrasse, von der wir links die Bahnlinien überquerend und in die Schützenstrasse abzweigen. Etwas weiter westlich nehmen wir links den Fussweg in das Kreckelquartier. Nun geht es auf der Kreuzstrasse (am Friedhof vorbei) in die Dorfmitte von Herisau. Am Pilgerbrunnen beim Gasthof Adler gönnen wir uns einen verdienten Becher Wasser und schliessen die Tagesetappe in der über 1000 Jahre alten St. Laurentiuskirche ab.

 

witschi

Wir empfehlen die ausführlichere Wegbeschreibung von Peter Witschi (Rorschach-Brunnen) mit leicht lesbaren Kartenausschnitten (1:25'000) und mit kulturgeschichtlichen Hinweisen in Bild und Text auf direkt am Weg liegende Sehenswürdigkeiten zur Kultur und Natur, erhältlich in der Buchhandlung zum Jakobsweg.