Romont-Curtilles

KIrchenfenster in Romont

KIrchenfenster in Romont

Bevor wir uns auf den Weg begeben, lädt uns das mittelalterliche Städtchen Romont auf dem Burghügel zu einem Rundgang ein. Wir beginnen bei der reformierten Kapelle, wo wir einen Blick hinunter auf die Abtei La Fille-Dieu werfen. Dann biegen wir in die Rue de l’Eglise ein. Über die Place St-Jacques gelangen wir zur Stiftskirche Maria Himmelfahrt (Notre-Dame de l’Assomption). Das Gotteshaus wurde 1451 auf den Grundmauern einer 1434 abgebrannten Kirche aufgebaut. Sehenswert sind die gotischen Glasgemälde aus dem 14.-15. Jahrhundert, die Steinkanzel von 1520 und das geschnitzte Chorgestühl von 1466 (mit Jakobus). 

Pfarrkirche Romont

Pfarrkirche Romont

Nach wenigen Schritten erreichen wir das Schloss, dessen heutiges Erscheinungsbild auf das 16. Jahrhundert zurückgeht. Zu sehen sind im Innenhof das grosse Wasserrad (1772) und im Schlossinnern das einzigartige Museum für Glasmalerei. Gegenüber dem Schloss wartet das 1576 erbaute Café-Restaurant Weisses Kreuz (La Croix Blanche – Au Suisse). Von der Stadtmauer mit ihren Türmen sehen wir in der Ferne die Freiburger Alpen.

Wir verlassen Romont mit dem nächsten Zielort Curtilles, welchen wir über Billens und Lovatens erreichen wollen. Wir folgen der Rue du Château und verlassen Romont beim Tour à Boyer. Am Fuss des Hügels führt uns der Jakobsweg etwa 10 Minuten entlang der Hauptstrasse (Route d’Arruffens). Durch Wohnquartiere gelangen wir, die Bahnlinie querend, zum Kreisel beim Elektrizitätswerk. Hier biegen wir nach rechts ab und überqueren die Bahnlinie. Unmittelbar nach der Bahnlinie führt der Weg in nordwestlicher Richtung zwischen zwei Fabriken hindurch zum Waldrand mit dem Rastplatz und dem Bildstock „Vierge des pauvres“. Von hier gehen wir auf einem Feldweg hinauf nach Billens, mit seinem Gasthaus und der Pfarrkirche St-Maurice an der Kreuzung (200m rechts).

Weiler Hennens

Weiler Hennens

Wir folgen links der wenig befahrenen Strasse bis zum Weiler Hennens. Hier  besuchen wir die 1653 erbaute Kapelle St-Bernard. Nach dem Besuch der Kapelle führt uns der Weg zunächst auf der Strasse, dann auf einem Feldweg über den 809m hohen Hügelkamm (Champ Liamon) mit seinem Sendemast. Zunächst steigen wir hinauf bis zum Wegkreuz und dem Rastplatz mit den Steinbänken. Dort geniessen wir die schöne Aussicht auf Romont und die Alpen. Der Höhenweg folgt dann der Kantonsgrenze (FR/VD). Vom Tal der Broye grüsst uns Lucens mit dem markanten Schloss und in der westlichen Ferne sehen wir die Jurahöhen. Beim Sendemast folgen wir der Jakobsweg-Signalisierung und kommen rechts haltend auf dem landwirtschaftlich genutzten Fahrweg hinunter nach Lovatens (lat. Lovatingis). Ein Mann am Weg sagt uns, dass ein im Ort gefundener Stein mit der Aufschrift „Deae Minervae“ auf eine frühere römische Route hinweist. 

Kirche in Curtilles

Kirche in Curtilles

Curtilles erreichen wir auf dem betonierten Feldweg, der am Schulhaus vorbei hinunter zum Friedhof und von dort dem Waldrand entlang auf die Route de Romont am Dorfeingang von Curtilles führt. Ihr folgen wir durch den Ort bis zur Kreuzung, wo wir beim Café Fédéral links auf den Fahrweg nach Prévondens abzweigen. Curtilles wurde im 11. Jahrhundert vom Lausanner Bischof gegründet. 

N.B.  Ein Besuch in der reformierten  Pfarrkirche Notre Dame in Curtilles mit ihren sehenswerten Fresken und Glasmalereien lohnt sich (Schlüssel im Café Fédéral erhältlich).

Curtilles Moudon

Der Prévondens-Fahrweg führt uns durch Spargelfelder und Wiesen in einem grossen Bogen am Hof  Pré Cerjat  vorbei an die Broye.

Altstadt Moudon

Altstadt Moudon

Auf dem Uferweg der Broye, der von hohen  Birken gesäumt ist, wandern wir südwärts, am schattigen Rastplatz beim Fischweiher (Etang de l'Isle à l'Ours) vorbei, bis wir am Westrand des mittelalterlichen Städtchen Moudon (bei La Brasserie) die Broye überqueren. Im Städtchen Moudon kommen wir am Bahnhof vorbei zur reformierten Kirche St-Etienne, die auch die kleine Kathedrale genannt wird.

Häuser am Fluss

Häuser am Fluss

Die gut erhaltene Basilika hat neben alten Malereien auch ein im 16. Jahrhundert geschnitztes Chorgestühl und eine französische Orgel von 1764. Der mit Kastanien bestandene Vorplatz, mit seinen Bistros, lädt zum Verweilen ein. Besonders sehenswert ist die Unterstadt an der Broye. Es lohnt sich auch ein Besuch der Oberstadt, mit dem Broyeturm (12. Jahrhundert), Schloss Rochefort (16. Jahrhundert, Museum), Schloss Carrouge und dem Château de Billens. 

(Text+Bild: Winfried Erbach, Thun)