Moudon - Montpreveyres - 11 km Wanderzeit 3h 30min

Von Moudon geht es über Bressonnaz und Vucherens zum nächsten Zielort Montpreveyres. Am westlichen Ortsrand von Moudon folgen wir der Rue du Château und kommen in einem grossen Bogen durch den Ortsteil Le Bourg wieder hinunter an die Broye, welche wir überqueren. Wir folgen der Broye, die sich durch Flussschleifen windet, bis wir zur Flussschleife in Bressonnaz kommen, wo wir die Hauptstrasse queren und zum Bahnhof gelangen.

Steinbrücke

Steinbrücke

Vom Bahnhof geht es dann südwärts über die Broye und anschliessend auf einer alten Steinbrücke über das Flüsschen La Carrouge. Ihm folgen  wir für eine kurze Strecke bis zum Steg, über den wir rechts hinüber auf die  Kantonsstrasse gelangen. Der Feld- und Fahrweg zweigt gleich wieder nach links ab, kommt zur Hauptrasse zurück und wechselt dann mehrmals die Richtung, bis er über Felder und durch eine Waldparzelle (Bois de Bioley) hinauf zum weit verstreuten Dorf Vucherens kommt. Dort steht eine kleine Kapelle aus dem Jahr 1523. Vom Wasserreservoir und der Mobiltelefon-Antenne geniessen wir einen einmaligen Ausblick nicht nur auf den freiburgischen Moléson sondern auch auf die Waadtländeralpen  (Rochers de Naye, Tours d’Aï et de Mayen, Dent de Morcles). Bei schönem Wetter ist in der Ferne die französischen Gebirgskette südlich des Genfersees zu sehen. 

Kapelle Vucherens

Kapelle Vucherens

Von Vucherens führt uns das Flursträsschen über den Höhenzug (Champ du Bochet). Nach rund 2 km steigen wir dann oberhalb der Bressonne durch ein kleines Waldstück hinunter auf die Landstrase. Diese und die Bressonne queren wir und kommen an den Häusern von Ecorche Boeuf vorbei zur Strassenkreuzung. Hier folgen wir zunächst der Strasse in südlicher Richtung und zweigen nach rund 200m in südwestlicher Richtung auf ein Natursträsschen ab. Dieses führt uns in den Wald (Bois de la Côte). Auf dem Forsträsschen ziehen wir südwärts durch den Wald und kommen nach etwa 20 Minuten zu einer 5-Strässchen-Kreuzung. Hier zweigen wir rechts auf einen schmalen Pfad ab, der uns steil hinunter zur Bressonne führt.

Kapelle La Cure

Kapelle La Cure

Diese überqueren wir und steigen dann steil hinauf zur Kapelle La-Cure. Diese schmucke Kapelle wurde 1438 von Mönchen in der Schlucht gebaut. Im Jahr 1758 wurde sie am heutigen Standort neu erbaut. Das  Pfarrhaus diente früher als Pilgerherberge. In das nahe gelegene Dorf Montpreveyres, das an der Lausanner-Hauptstrasse liegt, gelangen wir auf einem Strässchen. Der Ortsname Montpreveyres kommt vom altfranzösischen „Mont des Prêtres“. Der Ort gehörte in früheren Zeiten zum Bischofssitz von Lausanne.

Montpreveyres – Lausanne - 15km – Wanderzeit 4h

Unser nächster Zielort ist Lausanne. Am Ortsausgang folgen wir der Hauptstrasse bis wir nach dem Hotel des Balances links in den Wald (Bois du Grand Jorat) abzweigen und dort wiederum die Bressonne überqueren. In diesem dichten Wald gewährte früher die Pilgerherberge Ste-Catherine Schutz und Unterkunft. Nach einem kurzen Aufstieg folgen wir dem Lauf der Bressonne durch den nördlichen Teil des Waldes, bis wir im Wald zur Strassenkreuzung kommen. Hier gehen wir zunächst nach rechts bis wir an der Waldlichtung wiederum links in ein Waldstück abzweigen und zu den Häusern und dem Gasthaus im Pra Roman kommen.  Dem Waldrand entlang geht es in südwestlicher Richtung weiter bis auf die Strasse die zum Chalet-à-Gobet führt. Ihr folgen wir südwärts und zweigen nach etwa 300 m in den Wald Bois de Peccau ab, welchen wir in westlicher Richtung durchqueren.

Les Croisettes

Les Croisettes

Wir kommen zur Bushaltestelle am östlichen Ortsrand von Epalinges (Bus No. 5 alle 10 Min. werktags; alle 20 Min. sonntags zum Bahnhof Lausanne und Métro M2 bis Ouchy am See). Durch das Wohngebiet geht es in südlicher Richtung bis an den Waldrand (Bois de la Chapelle), welchem wir bis zum Friedhof folgen.

Hier zweigen wir rechts ab und gelangen auf der Quartierstrassen zur Kreuzung in Les Planches. In nordwestlicher Richtung geht es weiter, durch Wohnquartiere von Les Croisettes - etwas oberhalb der Metro-Endstation und über die Moudon-Strasse - zum bewaldeten Graben des Flüsschens Flon. Hier folgen wir dem bewaldeten Fluss-Graben, queren das Flüsschen mehrmals und gelangen auf einem gepflegten Waldweg zum Vivarium (unterhalb der  Autobahnbrücke). Von hier komnen wir auf einem Waldweg hinauf zum Lac de Sauvabelin (mit Gasthaus).

Aussichtsturm Sauvabelin

Aussichtsturm Sauvabelin

Wir steigen auf den 35 Meter hohen Aussichtsturm aus Holz und geniessen eine einzigartige Aussicht auf den See, die Stadt, die Alpen und den Jura.  In nur wenigen Minuten kommen wir dann zum Aussichtspunkt Le Signal mit seiner kleinen Kapelle (Bushaltestelle). Nach einem kurzen Abstieg auf einem bequemen Weg längs des Waldrandes gelangen wir in die Altstadt, zum  Palais de Rumine, und weiter zur Kathedrale von Lausanne.

Stadt Lausanne

Lausanne früh am Morgen

Lausanne früh am Morgen

Den Stadtrundgang durch die Kantonshauptstadt Lausanne beginnen wir beim Château Ste-Marie, dem um 1400 erbauten Bischofssitz nördlich der Kathedrale. Das Residenzgebäude diente ab 1536 als Landvogtei der Berner Herrschaft, bis Napoleon 1798 diese Herrschaft beendete. Heute sind kantonale Verwaltungen im Schloss untergebracht. An der Alten Akademie (16. Jahrhundert) vorbei kommen wir zur heute reformierten Kathedrale Notre Dame, deren Vorgängerbauten bis ins 6. Jahrhundert zurückgehen. Der gotische Kirchenbau wurde 1275 fertig gestellt.

Kathedralenportal

Kathedralenportal

Über dem mit Skulpturen geschmückten Westportal steht der markante Turm, auf dem uns eine schöne Aussicht auf die Stadt, den See und die Alpen geboten wird. Der dreischiffige Bau mit Querschiff hat schöne Glasmalereien in Fenstern und Rosetten. Die Südrosette entstand 1240. Das geschnitzte Chorgestühl (13. Jahrhundert) ist das älteste der Schweiz. Auf der Südseite des Kathedralen-Platzes befindet sich die ehemalige Bischofsresidenz aus dem 11. Jahrhundert, in welcher heute das historische Museum untergebracht ist. Wir steigen die  Escalier du marché hinunter und kommen zur Place de la Palude mit dem Rathaus (Hôtel de ville).

Kathedrale

Kathedrale

Am Gerechtigkeitsbrunnen vorbei kommen wir in südöstlicher Richtung zur Place St-François mit der reformierten Kirche St-François, die  1270 zu einem Kloster gehörte. Sie besitzt ein Chorgestühl aus dem 14. Jahrhundert. Am See im Stadtteil Ouchy steht noch ein Turm der bischöflichen Residenz aus dem 12. Jahrhundert, der 1890 in ein Hotel integriert wurde.

(Text Winfried Erbach, Thun)