Lausanne - Morges -14km – Wanderzeit  3h20min

Lausanne Markttreppe

Lausanne Markttreppe

Unser nächstes Ziel ist Morges, das wir über St. Sulpice erreichen. Von der Place St. François führt uns der Weg in westlicher Richtung über die belebte Rue du Grand Chêne auf die Avenue Jules Gonin. Ihr folgen wir kurz und zweigen dann links in die Allée Ernest Ansermet ab. Auf ihr geht es weiter, bis wir am Ende rechts abbiegen, um zurück auf die Avenue Jules Gorin zu gelangen. Wir verbleiben in westlicher Richtung und zweigen, nach Querung des Pont Chauderon, links auf den etwas ruhigeren Chemin des Croix rouges ab. Dieser führt uns in südwestlicher Richtung auf die Avenue du Belvédère. Ihr folgen wir entlang des Bahngeländes bis zur Bahnüberführung. Diese überqueren wir und kommen auf der Avenue de Provence in den Ortsteil Malley. Rund 200m nach der Metrostation Provence zweigen wir in südlicher Richtung auf den Weg ab, auf dem wir durchs Vallée de la Jeunesse wandern. Dabei kommen wir am Stadtteil Montoie und am Waldfriedhof vorbei und gelangen zum grossen Vidy-Strassenkreisel. Dort geht es durch eine Unterführung zur St-Lazarus-Kapelle von Maladière (1460 erbaut).

Dann folgen wir den Jakobsweg-Wegweisern und kommen unter der Autobahn durch, rechts abzweigend, auf die Rte. de Vidy. Diese führt entlang einer Parkanlage (römisches Ruinenfeld mit Museum) und eines grossen Campingplatzes. N.B. der Name Lausanne stammt vom gallo-römischen Lousonna. Ein Abstecher ins Ruinenfeld und das Römermuseum mit einmaligen Exponaten aus römischer Zeit lohnt sich in jedem Falle. Westlich des Zeltplatzes führt uns der signalisierte Weg dann hinunter zum Plage de Vidy (Strandanlage und Strandcafe).

N.B. der Sitz des Internationalen Olympischen Komitees ist seit 1915 in Lausanne-Vidy und seit 1986 im dortigen Glaspalast.  

Alternative: Ein alternativer Weg führt von Lausanne Ouchy entlang des Seeufers bis in den Stadtteil Vidy.

St-Sulpice

St-Sulpice

Dem Strand entlang kommen wir auf dem geteerten Uferweg zur Einmündung der Chamberonne. Diese queren wir und gelangen zunächst auf einem Naturweg und dann auf einer gepflegten Uferpromenade (mit modernen Skulpturen) durch die Aussenquartiere zur Schiffländte von St-Sulpice. Rechts steht das ehemalige Cluniazenser-Priorat mit dem wuchtigen Viereckturm aus dem 11. Jahrhundert. Im Innern sind noch Reste von Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert erhalten.

 

Schloss Morges

Schloss Morges

Hinter der Kirche führt uns ein Weg zum See zurück. In einem Wäldchen umgehen wir die Mündung der Venoge und kommen auf einem gepflegten Uferweg durch ein Villenquartier ins Städtchen Morges, welches im 13. Jahrhundert von den Savoyern gegründet wurde.
Im hellen Innenraum der reformierten Pfarrkirche (erbaut 1769) steht ein Glasbild-Portrait des Reformators Zwingli.

Morges

Morges

Zum  Schloss (1286 erbaut) gelangen wir entweder auf der schönen Uferpromenade oder auf Umwegen durch die Altstadt, mit den alten Brunnen, dem Rathaus aus dem 16. Jahrhundert und anderen Bauwerken. Das Schloss diente ab 1536 dem Berner Landvogt und ist heute Waadtländer Militärmuseum.

 

Morges – Allaman -14 km – Wanderzeit 3h20min

Nach einer Verweilpause im Städtchen Morges geht es weiter zum nächsten Zielort Allaman. Wir nehmen den Uferweg, der am Schloss vorbei führt, die Mündung der Morges umgeht und vor der Einmündung des Flüsschens Le Boiron nach rechts abzweigt, die Kantonsstrasse quert und zum Bahnhof Tolochenaz-gare führt. Links und dann rechts entlang der Bahnlinie gehen wir durch die Weinberge, bis wir kurz vor St-Prex zum See abzweigen.
Wir queren die Bahnlinie und Kantonsstrasse und gelangen auf der Seestrasse zum ehemaligen Schloss.

Marienkirche St-Prex

Marienkirche St-Prex

Dieses steht an der  Seeufer-Spitze (Pointe du Suchet)  von St-Prex. Das Städtchen wurde 1234 gegründet. Am See steht noch ein efeuumrankter Wohntrakt des ehemaligen Schlosses. Vom Orts-Brunnen führt eine malerische Gasse zum alten Stadttor (erbaut 1234), mit seinem Glockenturm und einer Turmuhr aus dem 18. Jahrhundert. <

Stadttor St-Prex

Stadttor St-Prex

Die reformierte Marienkirche liegt oberhalb der Altstadt. Der heutige Bau wurde im 12. Jahrhundert über einer Vorgängerkirche des 4. Jahrhunderts errichtet. Nach einer kurzen Rast verlassen wir St-Prex beim Stadttor und wandern auf einer Quartierstrasse in westlicher Richtung. Die Strasse führt zunächst entlang des Seeufers, zweigt dann rechts ab und  kommt durch Wiesen und an Weinbergen vorbei zum Winzerdorf Buchillon. Beim Friedhof der Dorfkirche biegt der Weg  rechts ab und führt dann in westlicher Richtung durch den Wald (Grands Bois) und entlang des Waldrandes hinunter zur Aubonne.
Dabei kommen wir an einem Gartenrestaurant vorbei und queren eine Strasse. Wir queren die Aubonne auf der Brücke und kommen, falls wir Allaman besuchen wollen, auf direkten Weg in nordwestlicher Richtung durch die Rebberge (und eine Zufahrtstrasse querend) in das Winzerdorf Allaman mit dem  im 15.-16. Jahrhundert erbauten Schloss.  

Schloss Allaman

Etwas westlicher steht die reformierte Kirche St-Jean aus dem 14. Jahrhundert und davor das mittelalterliche Maison Rochefort (Weingut der Stadt Lausanne). 

Falls wir jedoch Allaman umgehen wollen, folgen wir nach der Aubonne-Brücke dem Lauf, der Aubonne, durch den Wald und am Rebweiler La Fresaire vorbei bis wir hinunter zur Einmündung (La Grève) gelangen. Nach der Einmündung gehen wir durch den Wald und durch das Rebgut La Pêcherie (mit Restaurant) bis zur Allaman-Zufahrtsstrasse.

N.B. Pilger die Allaman besichtigen und dort allenfalls übernachten wollen, gelangen von hier auf dieser Zufahrtsstrasse ebenfalls in den Ort und von dort wieder zurück auf den Jakobsweg,

(Text+Bild: Winfried Erbach, Thun)