Céligny-Coppet

6.5 km – Wanderzeit 1Stunde 30 Minuten

E35 Chateau de Bossey Schlosspark

Château de Bossey

Von Céligny nach Coppet gelangen wir über Founex und Commugny. In Céligny folgen wir der Hauptstrasse und biegen nach rund 100 m in Richtung Château de Bossey ab. Wir kommen am Friedhof vorbei in den bewaldeten Le Brassu-Graben, welchen wir durchqueren, um in einem Bogen entlang des Baches und des Waldrandes zum Château de Bossey mit dem schönen Schlossweiher zu kommen. Das 1722 erbaute Schloss gehört seit 1946 dem Ökumenischen Rat der Kirchen und ist Tagungsstätte und ökumenische Hochschule. Wir wandern links um den Privatbesitz herum bis zum ehemaligen Gärtnerhaus. Hier zweigen wir auf den von Bäumen gesäumten Weg, der uns zweimal die Richtung wechselnd durch Felder und an Rebbergen vorbei hinunter ins südlich gelegene Founex bringt.

E44 Founex1

Founex

Das Winzerdorf Founex wurde 1224 erstmals als Fosnay erwähnt. Founex war schon früh besiedelt und kam unter römische Herrschaft. Im 9. Jahrhundert kam es, zusammen mit Commugny, in den Besitz der Abtei St. Maurice. 1257 wurde der Ort an Peter von Savoyen verkauft und 1271 kamen beide Dörfer zu Coppet.

Wir durchqueren Founex bis zum Ortsausgang (Achtung! In Richtung Commugny gehen und nicht rechts nach Châtaigneriaz abzweigen). Auf der Strasse bleibend geht es weiter in südwestlicher Richtung bis zur Strassengabelung, wo wir uns rechts halten und durch ein Wohngebiet (mit Rebbergen und Feldern) zur Kirche und dem Friedhof von Commugny (lat. Communiacum) gelangen.
Eine Vorgängerkirche St. Christophe wurde an der Stelle einer römischen Villa im 6. Jahrhundert erbaut. Die heutige Kirche und das Pfarrhaus stammen aus dem 18. Jahrhundert. Der Weg führt nun von hier ostwärts oberhalb des Flüsschens Le Grenier bis kurz vor den Park des Schlosses von Coppet, wo er nach Überquerung des Flüsschens in südliche Richtung dreht.

Coppet vom See

Coppet vom See

Ins Städtchen Coppet gelangen wir auf der Zufahrtsstrasse am Schlosspark vorbei. Im kleinen Coppet steht das 1767 erbaute Schloss. Es beherbergt ein Museum (Wohnen im 18. Jahrhundert). An die Grand Rue reihen sich einige Laubenhäuser aus dem 16. Jahrhundert. Die um 1500 erbaute reformierte Pfarrkirche (ehemals Dominikanerkloster) mit dem Chorgestühl aus dem 16. Jahrhundert kann nur auf Anfrage besichtigt werden. Coppet war schon in der Bronzezeit besiedelt und wurde später als „Copetum“ von den Römern übernommen.
N.B.: Falls wir Coppet umgehen wollen, nehmen wir anstatt die Zufahrtsstrasse nach Coppet, die Strasse, die uns in südlicher Richtung durch Wohnquartiere direkt nach Tannay führt.

Coppet-Chambésy
2 km - Wanderzeit 2 Stunden 50 Minuten

Von Coppet gelangen wir auf der Zufahrtsstrasse links am Schlosspark und rechts am Bahnhof vorbei zur Bahnlinie, die wir queren. Nachher zweigen wir auf die Zufahrtsstrasse ab, die uns südwärts nach Tannay bringt. Dabei kommen wir rechts am Bahnhof und der Bahnlinie vorbei und durch Wohnquartiere bis ins Zentrum von Tanney. Von hier geht es westwärts durch den bewaldeten Torry-Bachgraben hinüber nach Mies. Hier folgen wir in südwestlicher Richtung der Zufahrtsstrasse nach Versoix. Bei den Häusern von La Bécassière zweigen wir in östlicher Richtung auf einen Weg ab, der uns entlang des Waldrandes in einem Bogen zur Bahnlinie führt. Dieser und dem kleinen Bach folgen wir zunächst durch den bewaldeten Bachgraben und auf einem mit Bäumen gesäumten Weg bis wir, nachdem wir uns von der Bahnlinie entfernt haben, in den Ortsteil Pont-Céard von Versoix kommen. Hier queren wir die Hauptstrasse und gelangen in südlicher Richtung durch Wohnquartiere an den südlichen Rand des Städtchens, d.h. zum Versoix-Graben. Wir drehen links ab und kommen längs des Versoix-Grabens zur Bahnlinie. Dieser folgen wir und überqueren die Versoix. Danach halten wir uns rechts und wandern auf der Strasse über Felder in den Genfer Vorort Genthod.

Genthod Kirche1

Genthod Kirche

Bei der Strassenkreuzung (beim Friedhof) zweigen wir links ab und kommen in einem Bogen zum Schloss und zur Kirche. Der Weg führt uns dann in südwestlicher Richtung, oberhalb der Bahnlinie und entlang der Rebberge in den Stadtteil Bellevue, wo wir links zum Bahnhof (Genthod-la-gare) abzweigen. Von hier folgen wir dem bequemen Weg entlang der Bahnlinie. Dabei kommen wir an Les Tuileries vorbei, queren die Strasse und den Autobahnzubringer und zweigen kurz vor dem Bahnhof Chambésy rechts ab. Leicht ansteigend gelangen wir hinauf an den Dorfausgang von Chambésy. Hier erwartet uns ein lohnender Ausblick. Auf einer Panoramatafel sind hier die Berge, vom Moléson (Fribourg) bis zum Mont Blanc (Frankreich), dargestellt.

Chambésy-Genf (Stadtzentrum)
6km –Wanderzeit 1 Stunde 30 Minuten
Wir wandern auf der Strasse, an den Häusern von Les Ormeaux vorbei in den Ort Pregny, wo wir an der kleinen katholischen Kirche vorbeikommen. Von hier sehen wir die Türme des Château de Tourney, in dem 1758 bis 1760 Voltaire wohnte. Nach kurzer Besichtigung des Ortes steigen wir in südöstlicher Richtung, seitlich an den weitläufigen Parkanlagen des Château de Penthes (heute Museum der Stiftung der Schweizer im Ausland) vorbei und die Bahnlinie querend, hinunter auf die See-Strasse.

F15 Genf UNO Gebaeude

Genf UNO Gebaeude

Ihr folgen wir, unterhalb des UNO-Gebäudes (Palais des Nations) und am Botanischen Garten vorbei bis in den Stadtteil Sécheron (unweit des Denkmals von Mahatma Gandhi), wo wir links durch den Park auf die Uferpromenade kommen. Unterwegs, vor dem Haupteingang des UN-Gebäudes, sehen wir einen zerbrochenen Holzstuhl (chaise amputée), eine haushohe Riesenskulptur des Schweizer Künstlers Daniel Berset, die von Handicap International gestiftet wurde. Auf der Uferpromenade gelangen wir an der Genfer Hafenanlage und dem Badestrand vorbei bis zur Rhonemündung (bei der Rousseau-Insel).
Hier folgen wir nur kurz der Rhone-Uferstrasse und zweigen nach rund 100 m rechts ab. Der Weg führt uns zunächst in nördlicher Richtung hinauf zum Bahnhof (Place de Cornavin), wo wir eine Etappenrast machen.
Vom Bahnhof gehen wir dann in südwestlicher Richtung an der katholischen Eglise de Notre Dame vorbei bis zur Rhône-Insel, wo wir die Rhone überqueren. Auf der Insel (L’Ile) befindet sich ein Bankgebäude mit einem integrierten Turm der ehemaligen Bischofsresidenz aus dem 13. Jahrhundert. Vom Place Bel-Air steigen wir die Rue de la Cité hinauf und gelangen über die Grand Rue ins Areal der Kathedrale St. Pierre. Unterwegs begegnen wir dem Maison de Saussure, dem Ratshaus der Stadt (Hôtel de ville) und dem ehemaligen Zeughaus (Arsenal) aus dem 16. Jahrhundert. Am Maison Tavel vorbei kommen wir zur Kathedrale St. Pierre.

F27 Genf Jet dEau1

Genf Jet dEau

Der Bau der heute reformierten Kathedrale St. Pierre wurde auf dem Fundament einer Vorgängerkirche um 1150 in romanischem Stil und gegen 1230 in gotischem Stil vollendet. Rechts vom Eingang wurde 1406 die hochgotische Makkabäerkapelle angebaut. Das klassizistische Eingangsportal mit den sechs Säulen wurde 1752 errichtet. Es erinnert an den Römertempel, der einst hier stand. Im Innern birgt die Kirche das Grabmal des Herzogs Rohan (um 1600 Führer der franz. Protestanten) und ein geschnitztes Chorgestühl aus dem 15. Jahrhundert. Für Licht sorgen zwei prächtige Glasrosetten. Ein Besuch in der Kapelle lohnt sich. Der Nordturm kann über 150 Stufen bestiegen werden und bietet einen schönen Ausblick auf den See, die Stadt und die Alpen. Im Südturm schlägt unter dem alten Wachraum noch heute die grosse Glocke von 1407. Im Keller kann man alte Kapitelle von Vorgängerkirchen besichtigen.
Das 120 v.Chr. von den Römern eingenommene Genf wurde im 4. Jahrhundert christianisiert und kam 443 unter die Herrschaft der Burgunder. Danach regierten die Bischöfe, bis sie vom Reformator Calvin vertrieben wurden. 1602 wurde Genf von den Savoyern überfallen und 1798 vorübergehend französisch. 1815 kam es zur Eidgenossenschaft.