Kapelle Maria zen spitzen Steinen

Kapelle Maria zen spitzen Steinen

Nach einer Stunde Rhone entlang queren die Rhoneebene nach Turtmann. Auf den Kastler oberhalb des Dorfes sind früher Leute mit Augenleiden gewallfahrtet. Nach abermaligem Queren der Rhone bei der Feschelschlucht gehen wir auf dem alten Kirchweg nach Leuk. Als Erstes treffen wir auf die barocke Sabastianskapelle am Pestfriedhof. Die Noblen von Leuk waren schon zum reformierten Glauben übergetreten, doch der mächtige und reiche Michael Mageran wollte Landeshauptmann werden und rekonvertierte dazu zum alten Glauben – die Reformation im Wallis war nach hundert Jahren hin und her erloschen. Im Beinhaus der Stefanskirche macht sich der unbestechliche Tod in zwei Wandbildern über den ausschweifenden Klerus und den Adel lustig, begutachtet von über 20 000 stummen Schädeln. Über die alte Dalabrücke und durch schöne Weinberge laufen wir in der Rebarena von Salgesch ein, wo die Johanniter-Ritter vierhundert Jahre lang das Zentrums-Hospiz für Pilger im Wallis betrieben haben.