St. Magdalena Altarraum

St. Magdalena Altarraum

Wir verlassen Eggerstanden und wandern auf Feldwegen hinunter nach Steinegg (810 m). Am Kapellenweg neben einer alten Linde steht die kleine St. Jakobus-Kapelle aus dem Jahr 1660. Im Ort steht die grössere, 1590 erbaute, St. Magdalena-Kapelle. Die Strasse folgt den Gleisen der Bahnline Wasserauen-Appenzell entlang der Sitter. Neben einer Brücke steht die aus dem 18. Jh. stammende St. Anna-Kapelle. Auf dem Fussweg gelangen wir längs der Sitter nach Appenzell, dem Hauptort des Kantons Appenzell-Innerrhoden.

Sitter-Appenzell

Sitter-Appenzell

Der Name des Ortes stammt von „Abbacella“, einem Gutshof des Abtes des Klosters St. Gallen, welcher im 11. Jh. zur selbständigen Pfarrei wurde. Sehenswert sind die Pfarrkirche St. Mauritius mit Chor, Turm und Krypta (aus dem späten 15. Jh.), den Deckenfresken und Wandbildern, sowie das Rathaus und die bunt bemalten Holzhäuser mit den typisch geschweiften Giebeln. Am Kapuzinerkloster vorbei erreichen wir den westlichen Dorfausgang von Appenzell.

Ortsbild von Appenzell

Ortsbild von Appenzell

Dort folgen wir kurz der Umfahrungsstrasse und wandern dann über Wiesen auf der alten Reichsstrasse nach Gontenbad (883 m). Beim Altersheim überqueren wir die Strasse und hinter dem „Natur-Moorbad“ das Bahngeleise. Der Barfussweg führt uns dann in Richtung Gonten (902 m), welches wir über den Feldweg in der Nähe des Bahnhofs erreichen. In der Wallfahrtskirche St. Verena findet sich das Gnadenbild Maria Trost aus dem 17. Jahrhundert und ein Glasgemälde, das Jakobus als Sennenpatron zeigt. Weiter geht es wieder auf dem Barfussweg in Richtung Jakobsbad. Hier geniessen wir den einmaligen Ausblick auf den Säntis und den Kronberg.

Barfussweg

Barfussweg

Unterwegs erfahren wir, dass im Mittelalter, nahe des Kronberggipfels (1662 m), ein Einsiedler lebte und dass es dort seit dem 15. Jh. eine St. Jakobus/St. Bartholomäus-Kapelle gibt. Unterhalb des Gipfels entspringt die Jakobsquelle, deren Wasser als heilkräftig galt. 

Der bequeme und gut signalisierte Weg wird gern barfuss begangen. Zwischen Gonten und Jakobsbad werden im Restaurant Skilift auch im Sommer Gäste bedient. Beim Campingplatz stossen wir dann auf die kleine, 1771 erbaute und 2002 renovierte, St. Anna-Kapelle. Kurz vor Jakobsbad überqueren wir den Wissbach, wo wir bei der Brücke (dank der Haltestange) ein wohltuendes Fussbad nehmen können.

Fussbad

Fussbad

Dann kommen wir unter der Bahnlinie hindurch zur Talstation der Gondelbahn und weiter zum Kurhaus Hotel Jakobsbad (869 m). Hier endet der Barfussweg. Nur einige Minuten entfernt lädt uns das Kloster Leiden Christi mit einer sehenswerten Klosterkirche zum Verweilen und Meditieren ein. Das Kapuzinerinnenkloster ist für seine Kräuterapotheke bekannt. Hinter dem Kloster beginnt der Besinnungsweg. Diesem folgen wir aufwärts, bis wir über Bergwiesen, durch Waldpartien und an Gehöften vorbei die Alp Studen (950 m) und etwas weiter oben die Alp Unter-Lauftegg (1000 m) erreichen.
Dann geht es über den Chräghof (923 m) und das Haumösli (888 m) in Richtung Urnäsch hinunter - zunächst auf Bergwiesen und dann auf einem landwirtschaftlichen Strässchen.

Ausblick auf Urnäsch

Ausblick auf Urnäsch

Wir verlassen die Strasse um auf einem Wiesenpfad zur Bahnlinie hinabzusteigen. Diese überqueren wir vor der neuen Widenbrücke (816 m), um von dort am Bahnhof vorbei ins Dorf Urnäsch zu kommen. Im Mittelalter war die heutige reformierte Kirche den Aposteln Philippus und Jakobus geweiht. Besonders sehenswert sind der Dorfkern mit den bunten Holzhäusern aus dem 17. und 18. Jh. sowie das Appenzeller Brauchtumsmuseum.