Für Pilgernde ab Brunnen: Die Schifffahrt von Brunnen über den Vierwaldstättersee nach Luzern dauert ca. 2 Stunden. Mit dem Zug sind es 45 Minuten. 

Kapellbrücke

Kapellbrücke

Auf der Bahnhofstrasse westwärts kommen wir längs der Reuss an der bekannten Kapellbrücke mit dem Wasserturm, dem Wahrzeichen von Luzern, vorbei. Um 1300 als Teil der Stadtbefestigung erbaut, ist sie die älteste erhaltene Holzbrücke Europas. Die Bilder unter dem Dach der Brücke wurden 1614 gemalt. Viele davon fielen vor einigen Jahren einem Brand zum Opfer. Etwas weiter unten zweigt rechts der Rathaussteg in die Altstadt mit ihren bemalten Zunfthäusern ab. Oberhalb der Altstadt thront die 870 Meter lange Museggmauer mit ihren trutzigen Türmen, um 1400 als Stadtmauer angelegt.

Franziskaner Kirche

Franziskaner Kirche

Nach der Kapellbrücke und dem Rathaussteg gelangen wir zur Jesuitenkirche. Diese 1666-77 erbaute Barockkirche ist sehenswert. Wir biegen links ab und kommen zur ehemaligen Franziskanerkirche (erbaut 1270-80). Das prunkvoll ausgestattete Kirchenschiff ist einen Besuch wert. Im Kircheninnern beim linken Seiteneingang befindet sich in der Vorhalle eine kraftvolle und elegante Stuckfigurengruppe. Sie stellt den kleinen Jakobus (als Kind) mit seinem Bruder Johannes (Evangelist) dar.Der gut signalisierte Jakobsweg schwenkt nun in südwestliche Richtung ab und führt entlang der Klosterstrasse an Kantonalen Verwaltungsgebäuden und dem Bahn-Tunnel vorbei bis zur Bruchmattstrasse. Ihr folgen wir an der Gewerbeschule vorbei und zweigen zunächst links auf die Berglistrasse und anschliessend rechts auf den Gigeliweg ab, der uns an den südlichen Rand des Gigeliwaldes führt.

Ausblick vom Dattenberg

Ausblick vom Dattenberg

Diesen streifen wir nur kurz und ziehen dann in südwestlicher Richtung durch Wohnquartiere des Dattenbergs. Der Weg führt am Chupferhammer–Feld vorbei, hinunter auf die Luzerner Hauptstrasse in Kriens. Auf ihr bleiben wir und zweigen nach rund 300m links auf die Fenkernstrasse ab. Nun geht es in Richtung Obernau am Ortskern von Kriens mit seiner Pfarrkirche vorbei. Links haltend gelangen wir in südwestlicher Richtung auf Fusswegen und Quartierstrassen (am Ortsteil Hackerain vorbei) zum Weiler Geissrüti. Von hier geht es den Hängen des Schlossberges entlang unterhalb des Waldes zum Ortsteil Brunnhöf am südlichen Ortsrand von Obernau.

Pfarrkirche Kriens

Pfarrkirche Kriens

Hier endet die Buslinie vom Bahnhof Luzern. Pilgerinnen und Pilger, welche einen Fussmarsch durch städtisches Gebiet vermeiden wollen, können mit dem Bus bis zu dieser Haltestelle fahren und die Pilgerreise hier antreten. Weiter westlich führt uns ein Wanderweg entlang des Waldrandes. Dieser mündet hinter dem Weiler Rodel in die Obernaustrasse ein. Auf ihr gehen wir kurz zurück, um dann links in den Schachenwald abzuzweigen. Durch den Wald folgen wir in nördlicher Richtung dem Lauf des Ränggbachs bis zur Lichtung Steibruchhof. Entlang des Ränggbachs kommen wir von hier zum Wanderweg-Steg. Auf ihm überqueren wir den Ränggbach und steigen die bewaldete steile Flanke des Ränggbachgrabens hinauf. Der mit Geländern und Holzplanken gesicherte Weg führt an Felswänden, Wasserfällen und kleinen Rastplätzen vorbei.

Aussicht Ränggloch

Aussicht Ränggloch

Ein gutes Schuhwerk empfiehlt sich. Oberhalb der Ränggloch-Schlucht geht es dann durch den Wald, wo sich danach der Weg in westliche Richtung wendet und hinunter in die Talebene führt. Beim Abstieg über die Wiesenhänge kommen wir am Karrenhaus vorbei, wo wir rechts abbiegen, die Luzerner Strasse queren und auf einen Fahrweg einmünden, der uns am Hof Untersentimatt vorbei zu einem kleinen Kanal in der Ebene führt. Hier biegen wir links ab und kommen entlang des Ortsrandes von Blatten zur barocken St. Jost-Kapelle.

Jost-Kapelle

Jost-Kapelle

Von hier gehen wir in nördlicher Richtung über das Feld, kreuzen die Bahnlinie, kommen zur Kleinen Emme und weiter westlich zur Brücke (Blatterbrugg). Auf dem südlichen Uferweg der Kleinen Emme gelangen wir von hier in westlicher Richtung nach Werthenstein. Nach den grossen Unwettern des Jahres 2006, bei dem weite Teile des Emmenufers weggerissen wurden, wuede grossflächig eine neue Uferlandschaft gestaltet. Der Uferweg verläuft, mit wenigen Ausnahmen, meist in Ufernähe über Wiesen oder durch Uferwäldchen. Er zieht nördlich an Malters (mit der Kirche St. Martin), Ennigen und Schachen, wo er den Rümlig-Bach überquert, vorbei, kreuzt mehrere Landstrassen und auch die Bahnlinie beim Schofgrabe.

Emme mit Werthenstein-KIrche

Emme mit Werthenstein-KIrche

Kurz vor Werthenstein verengt sich das Flusstal. Nach einer Biegung erblicken wir oberhalb eines Felsenbandes das Kloster „Unsrer lieben Frau“, dem wir nun entgegenwandern. Das Kloster wurde gegründet als Folge einer wundersamen Lichterscheinung um 1500 und erreichte als regionaler Wallfahrtsort seine Hochblüte im 17. und 18. Jh. Sein Quellwasser ist weit herum bekannt für seine Heilkraft. Wir verlassen die sehenswerte Klosterkirche und steigen auf der Zufahrtsstrasse zur Emme ab. Im Abstieg treffen wir rechts in einer Grotte auf das „Gnadenbrünneli“. Auf einer gedeckten Holzbrücke überqueren wir die Emme und kommen in nordwestlicher Richtung zum Bahnhof.