Rapperswiler Holzsteg

Auf der Südseite vom Bahnhof Rapperswil kommen wir zum hölzernen Pilgersteg über den Zürichsee. Im „Heilgen Jahr 2000“ wurde dieser , ursprünglich im 1358 erbaute Steg, in heutiger Länge von 841m aus Eichenholz neu erstellt. Am Steg befindet sich die Wegkapelle Heilighüsli. Er führt ans Nordende der Halbinsel Hurden. Von hier gehen wir entlang den Bahngeleisen (Rapperswil-Pfäffikon) zum Fischerdorf Hurden. Hier steht die spätgotische Kapelle (erbaut 1497). Wir bleiben auf dem Weg, welcher uns westlich der Hauptstrasse zum Bahnhof Pfäffikon bringt. Dabei queren wir einmal die Bahngeleise und geniessen den Blick auf die beiden Inseln Ufenau und Lützelau. Etwa 200

Etzel-Strasse

Meter nordwestlich des Bahnhofs steht das Schloss Pfäffikon, ein zur Wasserburg ausgebauter Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert, der zum Kloster Einsiedeln gehörte. Sehenswert ist die freistehende Schlosskapelle, 1780-85 im Barockstil umgebaut. Auf der Seeseite des Bahnhof Pfäffikon zweigen wir links in die Bahnunterführung ab. Vom Bahnhof gelangen wir dann in südlicher Richtung auf gut signalisierten Ortstrassen und Abkürzungswegen (über die Wiesen der Oberwacht) hinauf zur Autobahn. Diese queren

St. Meinrad (Etzelpass)

wir auf der Etzel/Luegetenstrasse. Nach der Autobahn zweigen wir links auf den teilweise steil aufsteigenden Wanderweg ab. Auf ihm gelangen wir (an Luegeten und Erli vorbei) meist durch den Wald und einige Male die Etzelstrasse kreuzend, hinauf zum Bannwald (unweit des Meinradbrunnens). Von hier steigen wir rechts haltend den Hang hinauf zur Passhöhe St. Meinrad, mit ihrem Pilger-Gasthaus und der Kapelle. Von Gasthof und der Kapelle St. Meinrad (950m) geht es zunächst entlang der Etzelstrasse hinunter zur Tüfelsbrugg (Teufelsbrücke - 1699 erbaut). Dort steht das Geburtshaus des berühmten Arztes Paracelsus (1493-1541). Wir steigen 250m weiter

Tüüfelsbrugg

hinunter zur Meieren. Dort verlassen wir rechts die Etzelstrasse und gelangen auf dem Feldweg durch feuchte Wiesenhänge (oberhalb des Sihl-Grabens) hinüber ins Gebiet Hochmatt/Chlammeren/Hinterhorben. Von dort führt uns ein Fahrweg über die Allmig-Hochebene in südlicher Richtung wiederum auf die Etzelstrasse (beim Wegkreuz) und weiter zum Galgenchappeli. An diesem Ort, mit wunderbarem Ausblick auf den Sihlsee, wurden bis 1799 Verurteilte mit Blick auf das Kloster gehängt. Die Etzelstrasse verlassend kommen wir auf dem Feldweg in Richtung Süden zur Umfahrungsstrasse. Diese überqueren wir und gelangen auf der Alten Etzelstrasse in den Ortskern und zum Kloster von Einsiedeln. 

Sihlsee

Der berühmte Ort geht auf den Mönch Meinrad zurück, der im 9. Jahrhundert zurückgezogen im Wald lebte und 861 von zwei Mördern erschlagen wurde. Im Jahr 934 erbaute Eberhard, Domprobst von Strassburg, anstelle der Klause des Meinrad das Benediktinerkloster. 948 wurde die Klosterkirche zu Ehren Mariens und des hl. Mauritius geweiht und auch die Salvatorkapelle (heutige Gnadenkapelle) erhielt die Weihe. Sie war die ursprüngliche Zelle von Meinrad. Im 12. Jahrhundert fand ein

Kloster Einsiedeln

Patroziniumswechsel statt, Maria wurde Patronin. Das Kloster besiedelte 983 Petershausen, 1027 Muri, 1050 Schaffhausen, 1065 Hirsau. In den Jahren 1029–1680 wurde es fünfmal durch Feuer zerstört. Um 1300 setzte die Wallfahrt ein, die im 15. Jahrhundert ihren Höhepunkt erreichte. Ihr Ziel war die von Gott geweihte Kapelle. Die Pilger kamen aus vielen Ländern Europas wie Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Ungarn.
Das Kloster war Sammelpunkt der Reisenden nach Santiago de Compostela. Seit dem 16. Jahrhundert trat das Gnadenbild (15. Jh.) hervor. Es war ursprünglich in Naturfarben bemalt, wurde aber allmählich durch den Rauch der Kerzen schwarz. Seit etwa 1600 ist das Bild mit Stoff bedeckt. Die heutige barocke Wallfahrtskirche wurde 1704–1735 erbaut. Die berühmte Klosterbibliothek enthält zahlreiche wertvolle Manuskripte und Wiegedrucke.