Au: St ,Anna-Kirche

An der Südwestecke des Klosters überqueren wir auf der Hauptstrasse die Murg und zweigen links ab. Der Weg führt uns über den Aubach in südlicher Richtung hinauf zum Gehöft Neuschüür. Auf der Höhe bleibend gehen wir durch den Wald und entlang des Aubachs bis zur Landstrasse kurz vor dem Ort Au. Wir gelangen zur Pfarrkirche im Ort. Die Pfarrkirche St. Anna in Au wurde 1275 erstmals erwähnt. Der rechte Seitenaltar der barocken Kirche trägt ein Iddabild. Gegenüber der Kirche steht das alte Gasthaus Au. Während die Strasse zwischen Kirche und Gasthaus rechts abbiegt, ziehtunser Weg auf einem Strässchen geradeaus weiter, um nach 100 Metern links einer Bergstrasse in den Wald zu folgen. Hier beginn der eigentliche Aufstieg zum Hörnli. Es ist zu beachten, dass dieser Aufstieg körperlich gesehen anspruchsvoll ist. Er eignet sich nur für Pilger mit Wandererfahrung und Trittsicherheit. Ein Alleingang oder die Begehung bei starkem Regen oder Schnee ist nicht zu empfehlen. An einem Idda-Bildstock vorbei kommen wir (südwärts aufsteigend) zunächst über die Alpweiden und dann durch den

Allenwinden Ausblick

Eggholz-Bergwald. Wir verlassen den Bergwald und gelangen über die Weiden hinauf zum Weiler Alewinde (914 m). Der „Gasthof zum Kreuz auf Allewinden“ ist eine alte Pilgerherberge im „Tannenzapfenland“. Gern wärmen wir uns am gemütlichen Kachelofen. Wir folgen etwa 300 m der Strasse nach Süden bis zum Hof Chaltebrune. Hier verlassen wir die Passstrasse auf der linken Seite und steigen den Berg hinauf. Auf Berg- und Waldwegen sowie über Alpwiesen gelangen wir zur Kantonsgrenze (Silberbüel) und dem Dreiländerstein (992m), dem Grenzstein der Kantone St. Gallen, Thurgau und Zürich. Von hier geht es durch den steiler werdenden Bergwald hinauf zum Berggasthaus auf dem Hörnli (1133 m). Von dieser Gipfelkuppe haben wir eine prächtige Rundsicht auf den Säntis, das Toggenburg, die Innerschweiz und das Zürcher Oberland. Für Pilger, die hier nächtigen wollen, gibt es ein gemütliches Massenlager (mit einmaligem Sonnenauf- und -untergang).

Doktor-Huus in Steg

In südlicher Richtung steigen wir teils auf der Bergstrasse und teils auf abkürzenden Bergwegen hinunter ins Tal. Der Wiesengrathöhe und dem Waldrand entlang geht es hinunter zum Tanzplatz (968 m). Von dort führt uns der Weg wechselnd über Bergwiesen und durch Waldpartien hinunter im Tösstal An der Strasse finden wir die ehemalige Pilgerherberge „Zum Steg“, welche 1599 erstmals erwähnt wurde. Das Gasthaus wurde 1688 nach einer Feuersbunst wieder aufgebaut. In der gemütlichen Stube oder im schattigen Garten lässt es sich gut rasten. Hinter dem Gebäude steht das 1690 erbaute Doktorhaus. Es diente bis 1890 als Apotheke und Arztpraxis.