Winkelried Denkmal

Wir starten in Stans vor dem Winkelried-Denkmal auf dem Dorfplatz. Das Denkmal erinnert an die Schlacht bei Sempach (1386). Es wurde 1865 von Ferdinand Schlöth aus Carrara-Marmor gehauen. Wir steigen die Knirigasse hinauf. Der Weg ist als Jakobsweg und Bruder-Klausen-Weg gut beschildert. Nach dem Aufstieg erreichen wir die Knirikapelle „Maria zum Schnee“. Die Kapelle wurde 1698 gebaut und 1717 geweiht. Die Bevölkerung hoffte mit dem Gelöbnis des Baus der Kapelle vor Lawinengefahr besser geschützt zu sein. Von der Knirikapelle geht es in westlicher Richtung (ohne grössere Steigung) an sanften Berghängen mit saftigen Wiesen entlang bis zur Murmatt, wo die Bergstrasse aus Ennetmoos einmündet. Zurückblickend erfreuen wir uns an der herrlichen Aussicht auf Stans, das Stanserhorn, den Pilatus und die Rigi. Vom Heimwesen Hubel erblicken wir die Gemeinde Ennetmoos mit der dortigen Allwegkapelle. Auffallend sind die vielen schönen Bildstöcke, die aus Dankbarkeit oder mit besonderem Anliegen am Weg errichtet wurden. Wir verlassen die Murmatt und ziehen in Richtung Süd-Westen gemächlich absteigend, entlang der Hänge des Rohrnerbergs. Durch Wiesen und Waldstücke an Obwil und Wilti vorbei kommen wir zum Rastplatz Rohrnerberg (mit Bildstock und Kreuz) und zur Einmündung des Zufahrtssträsschens aus Rohren.

Umweg zum Rohrenchappeli und nach St. Jakob

Winkelreid Denkmal

Rohren mit dem Rohrechappeli liegt südlich des Ennetmooser-Rieds.Pilgernde, die zum Rohrechappeli und nach St. Jakob gehen wollen, steigen auf dem rechts abzweigenden Weg hinunter nach Rohren und kommen dann auf der Kantonsstrasse nach St. Jakob. Am Eingang der alten Pfarrkirche in St. Jakob befindet sich eine Jakobusstatue.

Zurück auf den Jakobsweg kommen wir wie folgt: Wir überqueren in St. Jakob die Hauptstrasse und kommen geradeaus zur nächsten Kreuzung, wo wir rechts auf den Weg abbiegen, der uns über den Rübibach führt. Durch den Chappelwald steigen sie dann entlang des Bachs hinauf ins „Ifängi“, wo wir auf die offizielle Jakobsweg-Route stossen.

Offizielle Jakobsweg-Route 

Maichappeli

Wir umgehen das Rohrenchappeli und den Ort St. Jakob und bleiben auf der offiziellen Jakobsweg-Route, auf der wir in südlicher Richtung an den Weilern Halten und Hostet in den Erlenwald und zum, Rübibach kommen. Ihm folgen wir kurz, überqueren ihn und steigen südwärts drehend hinauf ins „Ifängi“. Von hier ziehen wir weiter (den Melbach querend) durch den Acheriwald hinauf zum Maichäppeli. Auf der Landstrasse geht es dann 300 m weiter, bis wir links auf einen Wanderweg abzweigen, der uns, stets in südlicher Richtung bleibend, an den Wiesenhänge oberhalb der Orte Wisserlen und Kerns entlang nach St. Antoni führt. Unterwegs queren wir den Rufibach und die Kernser-Zufahrstrasse. In St. Antoni steht eine Kapelle ,die zur Einkehr einlädt. Wir zweigen rechts ab, um kurz danach links auf den Wanderweg zu kommen, der uns hinauf zum Aussichtspunkt Egg mit seiner traumhaften Rundsicht führt. Der Weg führt uns von der Egg über Weidland und am Dominikanerinnenkloster (Gästehaus Kloster Bethanien) vorbei bis zur Strassengabelung im südlich gelegenen St. Niklausen. Pilgerinnen und Pilger sind willkommene Besucher im Bethanienheim. Ein Besuch in der modernen Kapelle lohnt sich.

Bei der Strassengabelung von St. Niklausen folgen wir rechts den signalisierten Ranft-Fahrweg, (dem heutigen Jakobsweg) der uns über das Grüebi hinunter ins bewaldete Melchaa-Tobel zum Ranft und von dort hinauf ins Flüeli führt. 

Abstecher zur Mösli-Kapelle

Auf halbem Weg hinunter zum Ranft zweigt links ein Weg zur Möslikapelle ab. Dies war in früheren

Möslikapelle

Zeiten der eigentliche Jakobsweg in Flüeli-Ranft, der im 2005 infolge eines Erdrutsches zwischen der Möslikapelle und dem Ranft verlegt werden musste. Ein Abstecher zur historisch bedeutsamen Kapelle lohnt sich, auch wenn die Besucher der Möslikapelle, um ins Flüeli zu gelangen, leider auf dem gleichen Weg zurückkommen müssen. Die Mösli-Kapelle des Bruders Ulrich wurde 1484 errichtet. Der Stein im Seitenraum der Möslikapelle diente Bruder Ulrich als Liegestätte. Dank der überlieferten schriftlichen Zeugnisse von Bruder Ulrich haben wir heute Zugang zu den Gedanken und Taten des Bruders Klaus, der nur bedingt schreiben und lesen konnte. 

Abstecher zur Kapelle St. Niklausen

St. Niklausen

Ein etwas längerer Umweg führt über die Niklausenkapelle ins Flüeli-Ranft. Wir zweigen, bevor wir nach St. Niklausen kommen, beim Bethanienheim links ab und folgen dem Fahrweg ins Türli. Von dort führt ein Weg direkt zur St. Niklausenkapelle. Die Kapelle ist eine der ältesten Sakralbauten mit einem sehenswerten Freskenzyklus im Chor aus dem 14. Jahrhundert sowie barocken Deckenmalereien. Der allein stehende „Römerturm“ ist ein Wahrzeichen. Von der Kapelle in St. Niklausen geht der Weg rechts

St. Niklausen innen

den Wald hinunter zur Melchtaler-Strasse. Diese überqueren wir und gelangen über die abfallenden Wiesenhänge auf den „alten“ Ranftweg, der heute nur noch bis zur Möslikapelle führt. Rechts abzweigend kommen wir in nördlicher Richtung zum Ranft-Fahrweg (heutiger Jakobsweg) der hinunter zum Ranft und dann hinauf ins Flüeli führt. Pilgernde, die nach dem Besuch der St Niklausenkapelle auch die Möslikapelle besuchen wollen, zweigen auf dem Ranft-Weg links zur Möslikapelle ab und kommen auf dem gleichen Weg wieder zurück.

Bruder Klaus

Ranftweg

 

Niklaus von Flüe führte bis zu seinem 50. Lebensjahr ein bürgerliches Leben. Er war ein angesehener Mann in der Gemeinde und bekleidete wichtige öffentliche Ämter, wie Richter und Ratsherr. Mit seiner Frau Dorothee hatte er zehn Kinder. Niklaus von Flüe verliess Haus und Hof mit fünfzig Jahren und zog als Pilger in die Fremde, kehrte aber bald wieder zurück und liess sich als Einsiedler im Ranft nieder. Bruder Klaus, wie er von hier an hiess, wurde von Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten aufgesucht und um Rat gebeten. Er leistete auch wichtige Beiträge zur Festigung der Eidgenossenschaft, die in einem Bürgerkrieg auseinander zu brechen drohte. Er starb am 21. März 1487 und wurde 1947 von Papst Pius XII heilig gesprochen.

Wohnhaus Bruder Klaus

Im Flüeli-Ranft gibt es die untere Ranftkapelle, welche im Jahre 1501 erbaut wurde. An der rechten Wand des Schiffs ist in einem aus dem 16. Jh. stammenden Freskenzyklus das Leben des Bruders Klaus dargestellt. Etwas weiter oben steht die obere Ranftkapelle mit dem Eremitenhäuschen. Kapelle und Ermitage wurden 1468 erbaut, aber 1693 völlig neu gestaltet. Auch die Ermitage, welche der Kapelle angeschlossen ist, bildet einen ganz besonderen Wallfahrtsort.