Flüeli-Ranft - Sachseln -Strecke 3,5km (Wanderzeit 1h) 

Flüeli Borromäuskapelle

Flüeli-Ranft, die Heimat des Schweizer Nationalheiligen Niklaus von Flüe (1417-1487), bietet berühmte Sehenswürdigkeiten. Sein Geburtshaus und das von ihm erbaute Wohnhaus, aber auch der Ranft, wo er die letzten 20 Jahre seines Lebens verbrachte, sind viel besuchte Orte. In der Ranftschlucht, die wir vom Flüeli nach wenigen Minuten erreichen können, haben Jakobspilger schon vor mehr als 500 Jahren bei Bruder Klaus Rat gesucht und gefunden. Heute schätzen viele

Borromäuskapelle innen

Menschen den Ranft als Ort der Stille und Besinnung. Besonders die idyllische Umgebung der Oberen und Unteren Ranftkapelle an der Melchaa bietet eine einzigartige Atmosphäre. Von Flüeli-Ranft nach Sachseln kommen Pilger entweder auf dem signalisierten Jakobsweg oder auf dem Visionenweg.

Signalisierter Jakobsweg:

Der signalisierte Jakobsweg zweigt im Flüeli links von der Hauptstrasse ab und führt hinunter, in südwestlicher Richtung – am südlichen Fusse des Hügels, auf welchem die von weitem sichtbare Karl Borromäus-Kapelle steht, vorbei – in einen Wald.

Von dort geht es immer in südwestlicher Richtung hinunter, über Felder und durch Waldstücke, an Gross Leh und Endi vorbei, bis zum Ortseingang von Sachseln (Ortsteil Steinen). Von dort führt der Weg hinunter zur Pfarrkirche von Sachseln.

Visionenweg:

Visionenweg

Auf dem Visionenweg gelangen wir vom Flüeli-Ranft durch eine herrliche Landschaft nach Sachseln. Abseits von verkehrsreichen Strassen erleben wir die Visionenskulpturen und eine herrliche Aussicht auf den Sarnersee. Der Visionenweg führt vom Geburtshaus des heiligen Bruder Klaus durch ein Buchenwäldchen mit sechs Visionenstationen zu den Themen: „Vision im Mutterschoss“, „Turm-Vision des 16-Jährigen“, „Die Entscheidung des jungen Mannes“, „Er selbst war der Tabernakel“, „Der Vater, Maria und der Sohn danken ihm“ und „Österliches Erlebnis von Frau Dorothee“. Der Künstler André Bucher hat zu den Visionen von Bruder Klaus sechs Wegzeichen geschaffen, die Beachtung verdienen. Der Weg führt uns dann hinunter zur Pfarrkirche Sachseln.

Sachseln

Pfarrkirche Sachseln

Die kath. Pfarrkirche St. Theodul wurde 1672-84 erbaut. Am Eingang zeigt eine Malerei, wie Bruder Klaus Politikern Ratschläge erteilt und so einen Bürgerkrieg verhindert. Das Grab des Bruder Klaus befindet sich seit 1672 im Hauptaltar. Er wurde 1947 heilig gesprochen. Der Name Sachseln stammt von der Verkleinerungsform des spätromanischen Wortes „saxum“ (= Fels, Stein, Felsgestein). Der obere Dorfteil heisst deshalb auch Steinen. Nebst anderen Sehenswürdigkeiten bietet Sachseln etwas ganz Spezielles: im Zelebrationsaltar der Pfarr- und Wallfahrtskirche befinden sich die Gebeine von Bruder Klaus. Beim alten Kirchturm finden wir in der Grabkapelle seine erste Grabstätte. Im Museum unterhalb der Kirche gibt es eine umfangreiche Ausstellung über das Leben des Heiligen. 

Sachslen-Kaiserstuhl - 9.5 km ( Wanderzeit 2h 30min)

Uferweg

Bei der Pfarrkirche Sachseln zweigt der signalisierte Jakobsweg von Flüeli kommend links ab und führt an der barocken Josefskapelle vorbei nach Edisried, wo er kurz danach (vor Buoholz) in die Brünigstrasse einbiegt. Auf ihr geht es in südwestlicher Richtung bis nach Ewil, wo wir scharf rechts auf den Seeufer-Wanderweg abzweigen. Dem Seeuferweg folgen wir in südwestlicher Richtung bis zum historischen Landgasthof Zollhaus (Zollhus). 

Alternative: Eine nicht signalisierte Alternative des Jakobsweges führt von der Kirche in Sachseln durch den Ort Sachseln hinunter zum Sarnersee und von dort auf dem Seeuferweg in südwestlicher Richtung bis zum Zollhaus.

Pfarrkirche Giswil

Beim Zollhaus biegt der Weg von der Bahnlinie rechts ab, führt am sumpfigen Hanenriet vorbei und zweigt dann links in den nördlichen Ortseingang von Giswil (Diechtersmatt) ab. Von dort gelangen wir auf die Brünig-Landstrasse die uns zum Bahnhof von Giswil bringt. Giswil ist eine typische Streusiedlung mit fehlendem historischem Dorfkern. Erstmals wird die Gemeinde in einer Urkunde aus dem Jahre 840 erwähnt. Wegen ihrer günstigen strategischen Lage besass sie einst drei befestigte Burgen.

Von der Brünigbahn-Station Giswil an benutzen wir das Trottoir entlang der Brünig-Landstrasse. Beim nächsten Kreisel halten wir links zum Hotel Krone. Von hier blicken wir links zur Ruine Rudenz. Auf dem Burghügel der ehemaligen Burg „Hunwil“ steht heute die Pfarrkirche St. Laurentius (aus dem 17. Jahrhundert). Sie wurde mit Bausteinen der ehemaligen Burg errichtet. Neben der Kirche befindet sich die aus der Mitte des 17. Jh. stammende Beinhauskapelle St. Michael.

Panorama Lungernsee

Als Pilger zweigen wir nach der „Krone“ rechts ab und begeben uns südlich Burghügel vorbei auf das Strässchen, das schnurgerade südwärts über die Aa nach Buechholz führt. Mit mässiger Steigung geht es in gleicher Richtung durch den Wald bis hinauf zum Viadukt der Brünigsrasse. Diese queren wir nach rund 150m und gelangen oberhalb der Strasse nach ein einigen Weg-Windungen zur Bahnüberführung der Zentralbahn. Nach der Bahnüberführung führt uns der Weg über die Summerweid hinauf zum Kaiserstuhl. Hier öffnet sich das Tor zur neuen Talstufe des Lungerersees.