Schifffahrt Brunnen-Treib

Auf dem Schiff

Vom Schiffsdeck blicken wir auf Brunnen und die kleiner werdenden Mythen zurück. Wie die Sage vom Tellsprung zeigt, war damals die Seefahrt gar nicht so ungefährlich. Schon legt unser Schiff im sicheren Hafen der Treib an. Der Hafen Treib bot früher bei Föhnsturm den in Seenot geratenen Seeleuten Zuflucht. Das bereits 1482 erwähnte Gasthaus war auch Freistätte für verfolgte Straftäter. Das heutige Haus mit urchiger Stube, Kachelofen und Butzenscheiben wurde 1659 erbaut.

Treib — Beckenried, leichte Variante (als Jakobsweg-Variante signalisiert)

Treib Schiffländte

An der Schiffsstation Treib (und nachher an drei weiteren Standorten) wird auf einer Tafel der genaue Wegverlauf dieser leichteren Variante angezeigt. Unweit der Treib-Schiffländte fährt eine Standseilbahn zum 800m hoch gelegenen Seelisberg. Mit dieser Standseilbahn fahren wir zur Bergstation Seelisberg. Weiter geht es auf der Strasse hinauf ins Oberdorf und rechts haltend weiter bis zur Postautohaltstelle Geissweg unterhalb des Seelis. Dort biegen wir rechts nach Ober Schwand ab und wandern, die Waldlichtung querend, westwärts durch den Bergwald nach Meinig. Eine Bergstrasse führt uns hinunter zum Weidli. Hier treffen wir auf die "schwere Variante" des Jakobsweges. Für eine kurze Zeit bis Emmetten sind beide Wegvarianten vereint.

Kapelle Emmetten

Um den steilen Abstieg von Emmetten nach Beckenried zu umgehen, biegen wir in Emmetten (ca. 150m nach der Post – Haltestelle Emmetten BBE) ) links in die Ischenstrasse. Auf ihr gelangen wir zur Strassengabelung kurz nach den Häusern von Ischenberg. Wir halten rechts und gelangen geradeaus auf einem Bergweg der hinunter nach Ambeissler führt. Von dort geht es rechts auf einem Bergweg durch den Bergwald hinunter ins Zentrum von Beckenried, wo wir bei der Talstation der Klewenalp-Bahn wieder auf den offiziellen Jakobsweg stossen.

Treib – Beckenried, schwierigere Variante (offizielle Jakobsweg-Signalisierung)

Treib

Der offizielle Jakobsweg führt uns von Treib gemächlich ansteigend hinauf nach Volligen. Wir befinden uns auf dem "Waldstätterweg", der mit dem "Nidwaldnerweg" identisch ist. In Volligen haben wir eine wunderbare Aussicht auf Brunnen, Schwyz und die Mythen. Neben dem Gasthaus steht die St. Anna-Kapelle. Der Jakobsweg-Beschilderung folgend führt der Weg (die Seelisbergstrasse verlassend) am Seerücken entlang hinauf nach Emmetten. Zunächst geht es in westlicher Richtung durch Weideland und den Spreitenbach querend nach Triglis (666 m.ü.M.). Von hier bleibt der Weg zunächst auf gleicher Höhe und führt durch offenes Weideland und entlang der waldigen Hänge des Stützberges, bis er links auf die starke Steigung abbiegt. Wir steigen durch den steilen Wald hinauf und kommen auf die Sunnwiler-Bergstrasse. Der steile Bergweg ist mit einem festen Holzgeländer und bei einigen kürzeren Felspassagen mit Drahtseilgeländer abgesichert. Dieser steile Aufstieg bedingt gutes Schuhwerk und kann nur trittsicheren und schwindelfreien Pilgern empfohlen werden. (Wir verweisen auf den leichteren Alternativweg über Seelisberg)

Pfarrkirche Emmetten

Nach Austritt aus dem Wald gelangen wir auf der Bergstrasse am Weidli vorbei und durch den Ortsteil Sagendorf in den Dorfkern von Emmetten. Hier stehen die Heiligkreuzkapelle, mit einem Altarbild der Kreuzigung, Votivtafeln und einem Totentanzreigen und die Pfarrkirche St. Jakob und St. Theresa, mit dem schönen Flügelaltar und der Pieta. Emmetten führt 3 Jakobsmuscheln im Wappen. Nach der Kirche in Emmetten steigen wir (auf der Emmetten/Dorfstrasse und auf steileren Abkürzungswegen) hinunter auf die Schöneck, wo die schmucke St. Anna-Kapelle steht, die zur Rast einlädt. Dabei geniessen wir einen einmaligen Ausblick auf den Vierwaldstättersee.

Beckenried

Durch den Wald führt uns der steile Weg hinunter zum See, wo wir die lärmige Autobahn unterqueren. An dieser Stelle machen wir uns Gedanken, ob und wie dieser stetig wachsenden Mobilität, der Hektik und dem Lärm, Grenzen gezogen werden können. Auf der asphaltiertem Seestrasse erreichen Beckenried. Unübersehbar ist die Pfarrkirche St. Heinrich, erbaut im 18. Jh. vom Luzerner Niklaus Purtschert. In der Vorhalle liegt die aus der alten Kirche übernommene Grabplatte eines Jerusalem- und St. Jakobpilgers. Im Innern der Kirche gibt es Darstellungen von damaligen Jerusalem- und Jakobspilgern.