Überfahrt mit dem Schiff nach Spiez und von dort weiter in Richtung Amsoldingen

Spiez - Amsoldingen - 13.5 km  - Wanderzeit: 3h 30 min

Spiez 

Bei Pilgern ist der Wegüber Spiez sehr beliebt. Mit dem Schiff angekommen, gehen wir an den Seerestaurants (Welle und Pintli) vorbei, um von der Seestrasse rechts auf eine Treppe abzuzweigen, die uns zum Schloss Spiez bringt. Links der Treppengasse steht ein kleiner Rosengarten und rechts lädt die 1000 jährige Schlosskirche Spiez zum Besuch ein. Die dreischiffige romanische Pfeilerbasilika mit Hochchor (Deckenfresken) und Krypta wurde auf einem Vorgängerbau von 700 um das Jahr 1000 herum erbaut. Im Vorgarten finden wir eine Glocke, in die das Gussjahr 1023 eingraviert ist. Gegenüber steht das Haus Roselier, welches 1743 als Wirtshaus errichtet wurde und heute privat ist. Das Schloss beherbergt ein sehenswertes Museum. Vom Turm haben wir eine gute Aussicht auf den See und die Berner Alpen. Neben der Parkanlage beginnt die Schlossstrasse. Am Gärtnerhaus und einigen Parkplätzen vorbei kommen wir zum Ortsteil Kirschgarten.

SpiezbergDer Jakobsweg biegt nach rechts ab und kommt nach einigen Häusern am Naturdenkmal Edelkastanie vorbei in die Rebberge. Beim Winzerhäuschen beginnt der Reblehrpfad. Bald erreichen wir den Katzenstein, einen „mystisch erscheinenden“ Findling aus der Eiszeit. Der Granitblock stammt aus Innertkirchen, wurde im 14. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt und ist seit 1960 geschützt. Weiter geht es 70 Stufen aufwärts. Von hier geht der Weg oberhalb der Weinberge in westlicher Richtung am Waldrand entlang und über den Rücken des Spiezberg, bis er leicht absteigend zu einem Rastplatz (Feuerstelle) kommt. Hier verlassen wir den Wald und wandern auf dem Weidliweg in westlicher Richtung durch die Häuser des Ortsteils bis hinunter zur Thunstrasse, nahe der Bushaltestelle (Gasthof) Kreuz. Eine Unterführung bringt uns sicher hinüber ins Spiezmoos.

039B Riedern SeeblickNach der  Bahnunterführung zweigen wir auf die Riedere-Strasse, verlassen diese kurz danach, um rechts auf einen Waldpfad abzuzweigen, der anschliessend in einen breiteren Forstweg einmündet. Durch den Wald gelangen wir nach einer Steigung auf der Riedere-Strasse zum Weiler Riedere. Beim Gehöft (Wegweiser Kumm-Einigen) biegt unser Weg rechts ab und führt uns über Wiesen hinunter zur Bahnunterführung und weiter auf die Thunerstrasse. Wir folgen der Strasse (westwärts) auf dem Gehweg und zweigen nach etwa 400 Meter rechts ins das Dorf Einigen ab. Von hier sind es noch etwa 500 Meter bis zur Kirche. 

040E EinigenBDie Kirche von Einigen liegt nahe der Schiffländte. Im 10. bis 11. Jahrhundert entstanden, ist sie eine der kleineren der 1000 jährigen Thunerseekirchen. Für viele Besucher ist dies ein besonderer Kraftort. Wir ziehen weiter in westlicher Richtung und biegen nach kurzer Strecke (beim Wegweiser) rechts ab, um auf die Strandbadstrasse zu kommen. Auf ihr gehen wir weiter und biegen kurz vor der „Chanderbrügg" nach links ab. Wir queren auf einer Fussgängerbrücke die Thunerstrasse (bei der Bushaltestelle „Chanderbrügg") und kommen nach der Bahnunterführung auf einem Pfad in die Kanderschlucht. Dem Wegweiser „Strättligsteg-Gwattegg“ folgend, kommen wir auf einer metallenen Brücke über die Schlucht. Die Kander floss früher nördlich von Thun (bei Uttigen) in die Aare. Da sie dort viele Überschwemmungen verursachte, wurde 1711 - 1714 der Kanderdurchbruch (Schlucht) geschaffen. Nach der Brücke steigen wir durch den steilen Westhang der Kanderschlucht zur Gwatt-Wimmis-Strasse hinauf. Diese überqueren wir und kommen auf einem breiten Fahrweg, dem Waldrand entlang, zum Strättligturm.

Der WegDie Anlage mit  der Ringmauer wurde als Pulverturm im Jahr 1619 errichtet. Vom Strättligturm gehen wir auf die Grathöhe, von wo uns der Burgunderweg, oberhalb von Gwatt, über den Moränengrat (Strättlighügel) zur Gwattegg führt. Die Aussichtüber den Thunersee und der Blick auf die Berner Alpen zurück ist einmalig. Einige Bänke unter schattenspendenden Linden säumen den Höhenzug. Eine Treppe (44 Stufen) führt zur Gwattegg hinunter. Hier erfahren wir, dass die Burgunder von 888 bis 1033 hier herrschten und dass in dieser Zeit die berühmten1000jährigen Thunerseekirchen gebaut wurden. Wir folgen ihm auf einem Fahrweg links abwärts über Weideland und durch ein Wäldchen, bis wir nach Unterquerung der Autobahn zur Alti Schlyffi am Glütschbach kommen. Von hier steigen wir, der Strasse folgend, dann auf einem Abkürzungsweg hinauf zum Ortsausgang von Zwieselberg.

075KAmsoldingerkirche quer5In westlicher Richtung geht es weiter, zunächst auf der Amsoldingerstrasse und dann auf einem Fahrweg entlang des Waldes und durch den Wald bis zum Weidland östlich von Amsoldingen. Der Weg führt dann über die Wiesen und am Waldrand entlang in den Ortsteil Galgacher und biegt dort links ins Dorf Amsoldingen ab. Auf der Dorfstrasse gelangen wir zu der von weither sichtbaren, romanischen Pfeilerbasilika, die ebenfalls zu den alten Thunersee-Kirchen aus der Burgunderzeit gehört. Unter dem Chor befindet sich die Krypta, neben der Orgel eine Stube mit alten Kapitellen.