Bruderholz

Frisch gestärkt verlassen wir die Altstadt durch die Steiggasse (ein Block südwestlich der Stadtkirche) in südlicher Richtung. Wir überqueren die Steinberggasse sowie die  Technikumstrasse (zugeschütteter Stadt-graben) und steigen via einen eindrücklich grossen und parkähnlich gepflegten Hohlweg (Turmhaldenstrasse) auf den HEILIGENBERG (ehemaliges Stift der Augustiner Chorherren, beim Rosengärtli, heute ist davon leider nichts mehr zu sehen).  Nach einem kurzen Blick zurück auf die Stadt Winterthur geht’s weiter durch die Hochwachtstrasse zur BREITI und von dort aus im Walde Richtung  BRUDERHAUS. Im Mittelalter existierte dort eine kleine Einsiedelei mit Kapelle (erste urkundliche Erwähnung 1395).

Winterthur Hohlweg

Wer hier eine Rast einlegen will, ist im Bruderhaus mit dem Wildpark gut bedient. Auf dem Weg Richtung ESCHENBERG (nach Osten) wandern wir anfänglich dem Findling Lehrpfad entlang und lernen en passant noch etwas über die  Funde aus der letzten Eiszeit vor ca. 10‘000. In einer grossen  Waldlichtung liegt das Bauernrestaurant ESCHENBERG mit schöner Terrasse. Von dort geht’s  beschwingt bergab exakt auf die KYBURG zu, wobei allerdings noch ein kurzer Wiederaufstieg zu bewältigen sein wird.

Kyburg Tössbrücke

Die Töss überqueren wir auf der alten gedeckten Holzbrücke aus dem Jahre 1846. Danach beginnt der gut gesicherte Aufstieg von rund 160 m zur KYBURG hinauf.

Die Kyburg gilt als die historisch bedeutendste Burg zwischen Limmat und Bodensee. Stolz liegt sie auf drei Seiten steil abfallend auf einem Felssporn über dem Tösstal. Sie hat den Europapreis ”Museum des Jahres 2002” erhalten. Nach dem Aussterben der Kyburger (1264) wurde die Burg kurzfristig habsburgisch. 1424 erwarb die Stadt Zürich die Anlage und machte sie zum Sitz ihrer grössten Landvogtei.

Burg Kyburg

Durch den jahrhundertelangen Gebrauch ist die hoch- und spätmittelalterliche Bausubstanz gut erhalten geblieben. Ein Blick zurück nach Norden zeigt uns bei gutem Wetter nebst den langen Schwarzwaldrücken auch die erloschenen Vulkankegel des Hegaus.
Das beschauliche Landstädtchen Kyburg, ursprünglich als Vorburg geplant, liegt zwischen den beiden noch gut sichtbaren  Trockengräben (Schanzen) und der Burg. Zwei Gasthöfe verpflegen die Gäste seit Generationen -  der ”Hirschen” z.B. besitzt das Tavernenrecht seit dem 15 Jh. 

Kyburg Innehof

Im Dorf Kyburg biegen wir links von der Hauptstrasse ab und wandern weiter auf dem kantonalen Wanderweg Richtung FIRST, AGASUL,  PFÄFFIKON.
Nach dem Durchschreiten der beiden erwähnten Trockengräben steigt der Weg sanft an bis zum Waldrand. Ruhebänklein laden ein zu einem weiten Rückblick auf die mit sanften Hügeln gesäumte Landschaft von Rhein, Thur und Töss. Ein abwechslungs­reicher Waldweg führt zur Hochebene des sonnigen Weilers FIRST. Ein Weitblick in die Alpen tut sich auf. Auf Feld- und Wald­strässchen erreichen wir den Weiler mit dem eigenartig lautenden Namen AGASUL, der politisch – wie auch FIRST – zur Gemeinde Illnau-Effretikon gehört.

Pfäffikon ZH

Flur- und Waldsträsschen bringen uns zum Weiler RUMLIKON und weiter zum stattlichen Dorf RUSSIKON. Gutes Beobachten der gelben Wanderwegzeichen im Dorf erleichtert das Finden des verwinkelten Weges. Am Dorfrand dem Bächlein in Flussrichtung folgen, bei der Hauptstrasse die Bachseite wechseln und dann dem geschwungenen Strässchen rechts bis zum höchsten Punkt mit der Ruhebank folgen. Kurz danach ist der Wanderweg wieder gut bis PFÄFFIKON markiert. Über Feld- und Waldwege, Strässchen und Strassen erreichen wir die ersten Häuser und  dann den Bahnhof PFÄFFIKON.