Fähre Ellikon

Nach dem Besuch der Klosterinsel wandern wir unterhalb des Rebhanges Chorb flussaufwärts dem Rheinufer entlang, bis wir nach 500 m rechts zu einer Abzweigung kommen. Wir nehmen den Aufstieg rechts hinauf, Richtung ELLIKON. Dabei durchwandern wir den Keltengraben, die zweite historische Festungsanlage, die in der vorrömischen Zeit den südlichen Teil des Doppeloppidums Rheinau/Altenburg schützte. Wir überqueren die Hauptstrasse und gelangen wieder an den Rhein hinunter, dort wo das Wasser des Rheinau Kraftwerkes wieder in den Rhein zurückgeleitet wird. In reizvoller Landschaft wandern wir flussabwärts, bis wir nach ca. 2.5 km an einen Rast- und Badeplatz am Rheinufer gelangen. 

Ellkon: röm. Wachtturm

2 Min. südöstlich davon, dem Waldweg folgend bis zu einer kurzen Treppe hangaufwärts, können Sie das Fundament eines römischen Wachturms mit Doppelgraben und Wall besichtigen, der im 4. Jh. n. Chr. als Teil der Rheinbefestigung von Basel nach Stein am Rhein erbaut worden ist.
Bis zum malerischen Fischerdörfchen ELLIKON, mit seiner Flussfähre für Fussgänger, wandern wir weiter dem Rhein entlang. Danach geht’s durch das Naturschutzgebiet THURAUEN, wo wir die Effekte der kürzlich erfolgten Renaturierung der Thur von der Brücke aus beobachten können (Mäanderbildung). Danach verlassen wir die Via Rhenania und wandern in südlicher Richtung weiter nach FLAACH. Rechts vom Hotel Engel geht der Wanderweg eine kleine Treppe hoch und danach rechts in Richtung BUCH AM IRCHEL. Durch das romantische Eigental wandern wir leicht ansteigend dem Langwiesbach folgend an Berg am Irchel mit seinem Schloss Eigental vorbei,  bis nach Buch am Irchel.
2-300 m nach dem Hof und Schloss Eigental lohnt sich ein kurzer Abstecher an den Langwiesbach zur linken Seite. Mit etwas Glück können Sie die spektakulären Biberdämme sehen (bis 2 m hoch und 10 m breit)

Stadttkirche Winterthur

In Oberbuch biegen wir links ab Richtung NEFTENBACH und WINTERTHUR und gelangen zum höchsten Punkt oberhalb von Buch a.I., von wo wir einen herrlichen Ausblick Richtung Alpen, aber auch zurück zum Zürcher Weinland und den Schwarzwald haben. Weiter geht’s dem Waldrand entlang Richtung NEFTENBACH und WINTERTHUR. Im Vorort Winterthur Wülflingen, Haltestelle Lindenplatz, können Sie den Stadtbus zum Hauptbahnhof Winterthur nehmen.
Wenn Sie zu Fuss fortfahren wollen, dann gehen Sie beim Lindenplatz Wülflingen an die Eulach hinunter und gelangen nach gut 2 km flussaufwärts zum ehemaligen Hochhaus der Sulzer AG (wo die Eulach überdeckt wird). Sie biegen links ab und gelangen nach wenigen Metern zum Hauptbahnhof und zur Altstadt von Winterthur.

Alternativ-Route

Ab dem RHEINFALL gibt es im Sommer eine regelmässige Schiffsverbindung nach RHEINAU (Mändli Boote). Bei der Klosterinsel in Rheinau können Sie den Pilgerweg fortsetzen.
An Sonn- und Feiertagen gibt es sogar eine Schiffsverbindung bis zur TÖSSEGG. Etwas oberhalb des Schiffsteges Tössegg können wir das Fundament eines weiteren römischen Wachturmes (370 n.Chr.) besichtigen. Von dort wandern wir an der Nord-Ostseite der Töss entlang durch den Wald nach RORBAS. Bei der Badeanstalt wechseln wir das Flussufer für kurze Zeit. Im Zentrum von Rorbas gehen wir links über die dreibogige, sog. Römerbrücke wieder zurück auf die Nordseite und gelangen nach FREIENSTEIN. Wir überqueren die Hauptstrasse, gehen ein paar Schritte bergauf und biegen nachher rechts ab Richtung PFUNGEN und WINTERTHUR WÜLFLINGEN. Oberhalb des Dorfes erblicken wir an exponierter Stelle die Burgruine Altenteufen der 1116 erwähnten Freiherren von Teufen, Lehensträger des Klosters Rheinau. Berühmtestes Mitglied der Familie war der Minnesänger Wernher von Teufen (um 1220). Unten an der Töss sehen Sie die ehemalige Baumwollspinnerei.
Wir folgen der Töss am Nordufer ca. 7 km bis nach Tössallmend (ARA auf der südlichen Flussseite), wo wir die Töss überqueren. Nach einem weiteren km kommen wir zur Einmündung der Eulach. Wir überqueren die Töss und wandern der Eulach entlang nach Wülflingen. Im Zentrum (Lindenplatz) können Sie den Stadtbus zum Hauptbahnhof nehmen, oder Sie wandern wie oben beschrieben der Eulach entlang ins Zentrum weiter.

Die Stadt Winterthurr

 Steinberggasse

Die Stadt WINTERTHUR blickt auf eine lange Besiedlungszeit zurück. Die ältesten Funde zeigen, dass die Gegend schon seit rund 6‘000 Jahren besiedelt ist. In der Römerzeit wurde im heutigen Oberwinterthur die Siedlung Vitudurum gegründet. Um 1200 wurde die Stadt von Graf Hartmann III. von Kyburg gegründet. Nach dem Aussterben der Kyburger ging sie in den Besitz der Habsburger über. 1467 wurde die Stadt an Zürich verpfändet und blieb in der Folge bis zum Franzoseneinfall von 1798 zürcherisches Untertanengebiet.
Im 19. Jh. erlebte die Stadt, die sich gerne in einem gesunden Wettbewerb gegen das benachbarte Zürich sieht, einen rapiden wirtschaftlichen Aufschwung, insbesondere durch Textil- und Maschinenproduktion sowie Handel (Sulzer, Rieter, Volkart u.a.). Interessanter Zeitzeuge ist das Sulzer Areal (fast gleich gross wie die ganze Altstadt), das nach dem Wegzug von Sulzer nach Oberwinterthur frei wurde und nun für Wohnen, Gewerbe und Freizeit umgenutzt wurde. Mit der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) beherbergt Winterthur die grösste und älteste Fachhochschule in der Schweiz.

Ein gemütlicher Bummel durch die belebte Altstadt und der Besuch der gotischen Stadtkirche (St

Stadtkirche Winterthur

. Lautentius) lohnen sich. Winterthur bietet auch eine Vielzahl von beachtlichen Museen, insbesondere das Museum Oskar Reinhart «Am Stadtgarten» (600 Werke deutscher, schweizerischer und österreichischer Künstler vom 18. bis 20. Jahrhundert), die Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» (Eine der bedeutendsten Privatsammlungen des 20. Jahrhunderts, Hauptwerke der alten Meister und der französischen Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhundert, insbesondere des Impressionismus), das Kunstmuseum Winterthur (moderne Kunstsammlung der Schweiz), die Villa Flora (Französische Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts in der ehemaligen

 Privatvilla des Sammlerehepaars Hahnloser), das Technorama der Schweiz (Technisches Museum)) und das Fotomuseum Winterthur (Bus empfohlen mit Ausnahme für Museum Reinhardt am Stadtgarten und die Villa Flora).