Reform. KIrche Pfäffiikon

Beim Bahnhof Pfäffikon gelangen wir via Unterführung, Bankstrasse, Postgasse und Rappengasse zur Seestrasse und stehen plötzlich vor dem mächtigen Turm der ref. Kirche. Am selben Ort standen schon ein karolingisches und ein romanisches Gotteshaus. Der heutige Bau entstand in den Jahren 1484-88. Pfäffikon ist 1395 als Marktort bezeugt. Von hier aus wurde die Zürcher Oberländer Viehwirtschaft mit Salz versorgt. In dem Verwaltungs- und Marktort lebten wohlhabende Familien, die im Salz-, Fisch-, Leinen-, Getreide- und Eisenwarenhandel tätig waren.

Der Hauptteil der Bevölkerung lebte von Ackerbau und Viehwirtschaft. Ab 1715 wurden die Torfmoore für Heizzwecke ausgebeutet. Im 17. Jh. kam Heimarbeit auf, die im 18. Jh. die Hälfte der Bevölkerung ernährte. Mechanische Spinnereien, Webereien und Seidenzwirnereien nutzten die beschränkte Wasserkraft und konkurrenzierten die Heimarbeit. Zwischen dem Dorf und der 1876 erstellten Bahnlinie entstand bis um 1900 ein regionales Dienstleistungszentrum. Und nun geht’s direkt zum See.

Schwanenfamlie

Am Pfäffikersee fanden sich mesolithische Geräte, mehrere neolithische Ufersiedlungen, darunter ein Einbaum von 4000-3500 v.Chr. und ein Pfahlrost von 2865 v.Chr., eine bronzezeitliche Landsiedlung mit Grab, ausserdem diverse hallstatt- und latènezeitliche Gräber.

Der Weg geht nun nach links, eine kurze Strecke dem Ufer entlang und dann durch einen Naturpark mit Feuchtwiesen und einem alten, lockeren Baumbestand an der „Badi“ vorbei zum römischen Kastell „Irgenhausen“ oder was davon übrig geblieben und zwischen 1898 und 1908 umfassend renoviert worden ist.

Fundament röm. Kastell

Ein Abstecher auf die kleine Anhöhe bezahlt sich mit einer schönen Aussicht über den See und das Zürcher Oberland. Bei klarer Luft bilden die Alpen einen imposanten Abschluss gegen Süden.
 Das Ufer des Pfäffikersees ist flach, sumpfig und an wenigen Stellen nur auf Wegen begehbar. Grosse Teile der  Uferzone und der Wasserfläche stehen unter Naturschutz. Flora und Fauna zeigen je nach Jahreszeit eine grosse Vielfalt.

Gut markierte Wege bringen uns zum STRANDBAD AUSLIKON. Eine Besenbeiz lädt zu einer Pause ein. Weiter dem See entlang erreicht man die Steganlage für kleine Segelboote. Bei der nächsten Abzweigung nach ca. 150m verlassen wir den Uferweg  und stapfen in Richtung OBERWETZIKON / WETZIKON bis zur Wegspinne mit den roten Wegweisern für die Radrouten.

Fabrikweiher Wetzikon

Hier müssen wir uns entscheiden: der direkte Weg führt an den Stadtrand von OBERWETZIKON zur katholischen Kirche und der Hauptstrasse nach ins Zentrum von Wetzikon und zum Bahnhof. Innerhalb Wetzikons gibt es keine gelben Wegweiser. Ab Oberwetzikon fährt ein Bus zum BAHNHOF. Wäh-len wir den Weg nach rechts, ROBENHAUSEN, INDUSTRIELEHRPFAD, so können wir die Ruhe und die Natur noch etwas länger auf uns wirken lassen. Der kleine Umweg bringt einige Überraschungen. Wir folgen jetzt den Bezeichnungen INDUSTRIELEHRPFAD und halten uns an die linke Seite der Aa bis zur viel befahrenen Usterstrasse, queren die Aa und dann die Usterstrasse.

Industriepfad Wetzikon

Der Weg führt jetzt auf der rechten Seite der gestauten Aa weiter, wo lange noch nichts von Industrie zu sehen ist. Beide Ufer sind von Büschen und Bäumen gesäumt und das Flüsschen weitet sich zu einem ansehnlichen Weiher. Jetzt ragt ein Hochkamin in den Himmel, das wohl schon lange nicht mehr in Betrieb ist. Das Fabrikgebäude beherbergt heute das Heimatmuseum. Bei der nächsten kleinen Brücke rechts bleiben. Die Aa wird hier zum zweiten Mal gestaut. Wenig später gelangen wir zu einer weiteren  ehemaligen Fabrik. Es sind die Gebäude der 1971 stillgelegten Hammerschmiede und Giesserei Honegger, die seit 1980 als „Kulturfabrik“  betrieben wird.
Nach der Kulturfabrik gelangen wir zuerst zur Haldenstrasse und überqueren dann die Zürcherstrasse. Nach rechts  geht’s zur Bushaltestelle Mesikon. Der Bus fährt zum Bahnhof. Zu Fuss geht’s nach links bis zur Kreuzung mit der Blinklichtanlage. Der Weg ist jetzt nicht mehr  gelb markiert.

Blumen am Weg

Die Bertschikerstrasse bringt uns nach rechts weg vom Verkehr und über die Bahnlinie Wetzikon – Uster. Nach ca. 60 m weist ein Schild nach links zum Bahnhof und nach weiteren 300 m zeigen sich auf der Schellerstrasse wieder die vertrauten gelben Wegweiser. Zum Ortskern benutzen wir die Fussgängerunterführung beim Bahnhof an der Guyer-Zeller-Strasse. Das nächste Etappenziel heisst BUBIKON.
Wir erreichen es auf der direkten Route indem wir der Guyer-Zeller-Strasse folgend 1,2 km geradeaus gehen bis uns dann nach einer Rechts- und einer Linkskurve der Wald aufnimmt.
Wer etwas mehr Zeit hat, dem sei die Variante über GRÜNINGEN empfohlen. Ab der Bahnunterführung führt die abwechslungsreiche Route via GRÜT, CHINDSMÜLI zum mittelalterlichen Städtchen GRÜNINGEN und  von dort überITZIKON, vorbei angrossen Rietwiesen nach  SENNSCHÜR und BUBIKON.

 

Bubikon - Blick zum Bachtel

Vor uns wartet eine einzigartige Landschaft mit zahlreichen in grossen Rietflächen eingebetteten Drumlins, stumme Zeugen des längst geschmolzenen Eises des Rhein- und Lindtgletschers. Wir folgen immer dem Weg nach BUBIKON. Nach der zweiten Querung der Bahnlinie Wetzikon – Rüti geht’s vor dem Weiler Hellberg scharf nach links in den Wald. Dort sind die gelben Markierungen genau zu beachten. Nach der Überführung über die Oberlandautobahn erreichen wir HERSCHMETTLEN und über SENNSCHÜR unser Etappenziel BUBIKON, wo von weitem der Turm der ref. Kirche grüsst.

Von der Dorfmitte führen zwei Routen zum RITTERHUS: der eine via Dorfstrasse, Bahnhof und Ritterhausstr. oder der ruhigere durch ein Wohnquartier und über Feld. Beim letzteren folgen wir zuerst der

Bubikon - Ritterhus

Ritterhaustrasse zweigen dann nach dem Künstlerhaus nach links in die Allmenstr. zum Ritterhausweg. Unser Etapenziel Ritterhus ist nun in Sichtweite.
Dieses gilt als die am besten erhaltene Kommende des Johanniterordens in Europa. Die Geschichte des Ordens geht zurück ins 11. Jh. und ist eng mit den Kreuzzügen und dem Pilgerwesen ins Heilige Land verbunden. Die Bruderschaft, die dem Hl. Johannes dem Täufer gewidmet war, pflegte kranke und bedürftige Pilger. Zunehmend übernahm der Orden aber auch militärische Aufgaben, wie den Schutz von Pilgern auf ihrer Reise.
Nach dem Verlust des christlichen Königreichs Jerusalem im Jahre 1291 musste sich der Orden schrittweise auf die Insel Rhodos und später Malta zurückziehen. In der Reformation spaltete sich die Organisation in einen reformierten Johanniter- und einen römisch-katholischen Malteserorden. Mit dem Verlust von Malta 1798 endeten die militärischen Aufgaben, beide Orden konzentrieren sich seither auf karitative Aufgaben und unterhalten u.a. Spitäler in verschiedenen Ländern.

Bubikon - Barenberg

Das Ritterhaus in Bubikon liegt zwar nahe am Jakobsweg nach Einsiedeln, hatte aber offenbar keinen direkten Zusammenhang damit. Gegründet wurde es von den Freiherren von Toggenburg und Rapperswil um 1192. Die ältesten Bauteile sind das Bruderhaus und die Kapelle mit ihren romanischen Wandmalereien aus der Zeit um 1210.
In den Bauernunruhen von 1525 wurde die Kommende geplündert und anschliessend vom Kanton Zürich eingezogen. Seit 1936 gehört es der damals gegründeten Ritterhausgesellschaft Bubikon. Diese rettete das einzigartige mittelalterliche Baudenkmal vor dem Verfall und richtete ein Museum über Haus und Ritterorden ein.

Nach dem geschichtsträchtigen Haus folgen wir der Ritterhausstr. bis zur Einmündung in die Hauptstrasse (bei der Bushaltestelle Dienstbach), folgen dieser nach rechts für ca. 80m. Ein steiler Fussweg links der Haupstr. bringt uns auf den Chapf, wo uns Ruhebänke zum Verweilen und zum Geniessen einer prächtigen Aussicht einladen.

Rapperswil

Weiter geht’s durch die Moorlandschaft zum EGELSEE mit Schwimmbad und Kiosk. In dieser Landschaft wurde früher Torf gestochen. Beim Barenberg überrascht ein herrschaftliches Haus mit Sonnen- und Turmuhr.
Bald treffen wir auf die Kantonsgrenze Zürich – St. Gallen bei der Hauptrasse, folgen ihr ein kurzes Stück nach links bis zur Abzweigung nach RAPPERSWIL. 

Bis zur Bushaltestelle Spitzenwies führt der Weg auf ca. 600m auf einem Gehsteig. Dort ist wieder ein Entscheid fällig: Der kürzeste Weg nach RAPPERSWIL führt nach rechts und der aussichtsreichere nach links über den Höhenweg, FROHBERGSTRASSE,  vorbei an schönen Gärten, Villen und freiem Blick über den See Richtung SCHÖNAU, JONA.

Rapperswil

In SCHÖNAU überqueren wir die Hauptstrasse Rüti – Rapperrswil und setzen den Fuss auf die ruhigere Meienbergstr. gegen JONA, RAPPERSWIL. Nach 200m dem Wegweiser RAPPERSWIL folgen und nach weiteren guten 500m die Abzweigung in den Brauereiweg nicht verpassen. Der Weg führt jetzt in das Zentrum von Rapperswil.Bei der direkten Route kann der Bus bei der Haltest. Kempraten benutzt werden. Müde Beine benutzen den Bus schon bei der genannten Abzweigung Spitzenwies.