Wegbeschreibung (alter Wegverlauf)

Hagenturm

Wenige Meter nach der Grenze wird der Weg breiter. Vor uns liegt eine Strecke von rund 14 km bis nach Schaffhausen. Nach wenigen Minuten kommen wir zum Wegweiser, der uns eine Wanderzeit nach Schaffhausen von 2h 45min anzeigt. Wir verlassen kurz den Wanderweg und machen einen Abstecher zum Hagenturm hinauf. Von dessen Gitterplattform sehen wir bei klarer Fernsicht den Schwarzwald, die Berge des Allgäus, den Bodensee, den Säntis, die Glarner- und Urner Alpen sowie die Schneegipfel des Berner Hochgebirges. Wieder zurück auf dem Wanderweg geht es in südlicher Richtung weiter. Durch schattigen Wald kommen wir, am Hasenbuck (835m) und Heidenbomm (820m) vorbei, zum Talisbänkli (840m), das wir nach einer Stunde Fussmarsch erreicht haben. Zwischen Heidenbomm und Talisbänkli gehen wir eine Teilstrecke auf einer Strasse, bis wir auf den Wanderweg nach Talisbänkli abzweigen. Die Strasse führt rechts hinunter ins Tal nach Hemmental, von wo ein etwas kürzerer Wanderweg ebenfalls nach Schaffhausen führt. Im Talisbänkli treffen wir auf einen kleinen Pavillon mit Infotafeln über Fauna und Flora des Randen. Wir erfahren, dass an versteckten Orten der Frauenschuh gedeiht, der von Mai bis Juni blüht und dass es hier auch Gemsen gibt.

Randen-Forstweg

Auf Forstwegen wandern wir in südwestlicher Richtung weiter über Guger, Zelgli und Mösli (836m). Dann geht es in südöstlicher Richtung, über die Strasse (die hinunter nach Siblingen führt) bis zum Waldweg, auf dem wir, eine Stunde nachdem wir Talisbänkli verlassen haben, zum Rastplatz Hägliloo, kommen. Dieser liegt auf 660m auf einer Lichtung mit schöner Aussicht. Beim Parkplatz an der Bergstrasse die von Beringen heraufkommt, nehmen wir links den Waldweg, auf dem wir durchs Altholz ins Eschheimertal gelangen. Rechts entlang des Waldrandes wandern wir an blühenden Wiesen vorbei leicht abwärts bis wir, ¾ Stunden nachdem wir Hägliloo verlassen haben, zu den Parkplätzen Wolfsbuck und Gretzenecker (564m) kommen. Diese Parkplätze liegen am Ende der von Schaffhausen heraufkommenden Strasse. Auf ihr gehen wir bis nach Lahnbuck (536m). wo wir die Strasse verlassen und zwischen Maisfeldern hindurch in Richtung Stadt wandern. Bald erreichen wir die ersten hübschen Villen und Einfamilienhäuser am oberen Hang von Schaffhausen. Es geht es steil abwärts.

Eschheimertal

Aus dem Dunst tauchen die Türme der Altstadt auf. Dann gelangen wir in den Stadtteil Riet (475m), wo gerade der Stadtbus hält. Wir widerstehen der Versuchung und schafften es in 25 bis zum Schaffhauser Bahnhof (403m). Für den Weg ab Schweizer Grenze bis nach Schaffhausen haben wir, bei einer Distanz von 14 km, etwas über 3 Stunden gebraucht. Als Belohnung wartet auf uns die Munot-Stadt Schaffhausen, mit ihren Sehenswürdigkeiten, gastlichen Restaurants und Orten der Stille und Einkehr.
Die Entwicklung der Stadt, die heute 40000 Einwohner zählt, wurde im Mittelalter durch die Lage vor dem Rheinfall begünstigt. Hier mussten alle Transporte umgeladen werden. Die Herren von Schaffhausen waren im 11. Jahrhundert die Grafen von Nellenburg. Graf Eberhard gilt als der Gründer der Stadt (um 1040).

Obertorturm

Etwas südlich des Bahnhofs steht der Obertorturm aus dem 13. Jahrhundert. Mit wenigen Schritten sind wir auf dem Fronwagplatz mit dem gleichnamigen Turm und dem Metzgerbrunnen. In nördlicher Richtung reihen sich in der Vorstadt nach dem Mohrenbrunnen viele Bürgerhäuser mit Erkern und bemalten Fassaden aneinander, wie z.B. das Haus zum Ritter und der Goldene Ochsen (um 1600). Im Norden steht der Schwabentorturm aus dem 14.Jahrhundert. Westlich vom Fronwagplatz kommen wir zur ref. Pfarrkirche St. Johann aus dem 15. Jahrhundert (Turm um 1350). Im Innern der geräumigen Kirche beeindrucken die grosse Orgel und Reste von Wandmalereien.

Mohrenbrunnen

Am östlichen Ende kommen wir zum Munot, dem Wahrzeichen der Stadt. Über den Munotstieg oder den Römerstieg erklimmen wir die über einem Weinberg thronende Burg, die nach Norden durch einen Graben geschützt ist. Die 1564-1585 erbaute Burg mit Ringwall und Turm bietet einen reizvollen Blick auf die Altstadt und den Rhein. Im Süden schliesst der Klosterbezirk von Allerheiligen die Altstadt gegen den Rhein ab.

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