Für diese Etappe (25 km) sollten Sie genügend Verpflegung und Flüssigkeiten mitnehmen. Zwischen Randen/Blumberg bis Schaffhausen gibt es keine Verpflegungsmöglichkeiten.

Frühlingsboten In BLUMBERG biegen Sie  den blauen Schildern des Jakobsweges folgend von der Hauptstrasse in die Friedhofstrasse. Über die Gartenstrasse, Bergmann- und Bergstrasse gelangen Sie an der Ecke Sudetenstrasse / Untere Zinnen ans Ortsende. Auf dem Feldweg wandern Sie geradeaus, unterhalb des kleinen Buchbergs entlang, über die Landstrasse Blumberg-Epfenhofen, im Wald leicht bergan nach RANDEN, dem kleinsten und höchstgelegenen Stadtteil von Blumberg.

Schweizergrenze

Von dort geht’s Richtung Süden, zuerst auf dem Radweg, dann die Landstrasse nach Epfenhofen überquerend,  leicht ansteigend bis zum Wanderparkplatz. Dort biegen Sie nach rechts ab in den Bohlkopfweg. Schon bald kommen Sie zum ”SCHWARZEN STEIN”, dem nördlichsten Grenzstein der Schweiz. Halb links geht’s der deutsch-schweizerischen Grenze entlang zum Randen- oder Klausenhof.

Schwedenschanze

Immer geradeaus gehen Sie Richtung HAGENTURM (bei der Abzweigung Wilhelmshüttenweg gehen Sie leicht rechts). Am Schlagbaum vorbei gelangen Sie bald zur Abzweigung SCHWEDENSCHANZE. Der Name erinnert an den Dreissigjährigen Krieg, als schwedische Truppen das Gebiet mehrfach heimsuchten.

Hagenturm

Die Schaffhauser bauten an dieser exponierten Stelle eine Artilleriestellung. Es lockt ein kurzer Abstecher zum Aussichtspunkt, der Ihnen einen schönen Blick nach Westen über den Schwarzwald und das Dorf Beggingen beschert. Der kurze Umweg über den HAGENTURM  lohnt sich ebenfalls, vor allem bei schönem Wetter. Vom 40 m hohen Turm haben Sie einen herrlichen Rundblick mit dem ganzen Alpenkranz. Zur Zeit der napoleonischen Kriege diente dieser höchste Punkt des Kantons Schaffhausen den Franzosen als Signal- und Übermittlungspunkt. Die Umgebung war zu jener Zeit unbewaldet. Sie wandern weiter über HEIDENBOMM,  IM TOTEN CHRIEGER  zum TALISBÄNKLI. Dort wählen wir den kürzeren Weg nach Schaffhausen, über das KLOSTERFELD. Nach dem Rändli geht’s auf dem Birchsteig  leicht hinunter zur ersten Siedlung von Schaffhausen. 

Schaffhausen

An der Bushaltestelle Sommerwies können Sie den Bus zum Bahnhof nehmen, oder Sie wandern die ca. 2,5 km entlang der Hauentalstrasse und dann links in die Nordstrasse bis zum Restaurant Schützenhaus und wieder links die Steigstrasse hinunter zum Bahnhof.Wenn Sie einen Tag Pause einlegen möchten, so wäre SCHAFFHAUSEN eine hervorragende Wahl. Die gut erhaltene und belebte Altstadt mit ihren über 150 Erkern, dem Münster und Kloster Allerheiligen aus dem 11./12. Jh., der eindrucksvollen Stadtfestung Munot aus dem 16. Jh., den Hallen für Neue Kunst bietet Ihnen mehr, als Sie in einem Tag besuchen können. Im Sommer empfiehlt sich zudem ein Bad in der schönen historischen Flussbadeanstalt.       

Graf Eberhard von Nellenburg und seine Ehefrau Ita gelten als Gründer von Schaffhausen. Sie erhielten im Jahre 1045 von König Heinrich III. das Markt- und Münzrecht. Vier Jahre später gründeten sie das Kloster Allerheiligen. Die Stadt und ihre Bürger kamen schnell zu Reichtum, weil mit dem aufkommenden Fernhandel die Handelswaren in Schaffhausen wegen des Rheinfalls von den Schiffen auf Fuhrwerke umgeladen werden mussten.  

 

Fronwagplatz

Zudem kreuzte sich in Schaffhausen die ost-west verlaufende Rheinroute em Handelsweg aus Süddeutschland nach Italien (zuerst über die Bündnerpässe und später über den Gotthardpass).Finanziell spielte im Mittelalter vor allem der Salzhandel eine wichtige Rolle. Schaffhausen besass zeitenweise die grössten Salzvorräte der Eidgenossenschaft. Salz aus Bayern und Tirol wurde meist auf dem Wasserweg, d.h. über den Bodensee und den Rhein nach Westen und Süden transportiert. Daran erinnert noch heute der Salzstadel an der Schifflände, direkt neben dem ebenfalls eindrücklichen Güterhof. Am Rheinufer siedelten sich zudem schon früh wegen der Nutzung der Wasserkraft Gewerbe und Industriebetriebe an, darunter u.a. die IWC Uhrenmanufaktur. Die Wasserkraft wurde über komplizierte Drahtseil- Transmissionen in die verschiedenen Betriebe übertragen. Höhepunkt der Ausnutzung der Wasserkraft bildete wohl der 1866 als kühnes

Allerheilgen


Bauwerk bei den Stromschnellen erbaute Moserdamm, der später zum  lusskraftwerk ausgebaut wurde. Die heutige Münsterkirche wurde um 1100 erbaut. Der romanisch-gotische Kreuzgang des Klosters Allerheiligen gilt als der grösste Kreuzgang in der Schweiz.
Im Innern des Kreuzganges wurde ein mittelalterlicher Kräutergarten rekonstruiert. Im ehemaligen Kloster befindet sich heute ein bemerkenswertes Museum mit unzähligen, interessanten Exponaten aus der Frühzeit bis zur Gegenwart, u.a. der berühmten Schillerglocke von 1486.Auf einem Stadtbummel sollten Sie zudem folgende

Mohrenbrunnen

Plätze und Sehenswürdigkeiten nicht verpassen: Fronwagplatz, das eigentliche Zentrum mit den beiden Metzger- und Mohrenbrunnen; als Fortsetzung nach Norden die Vorstadt mit ihren z.T. herrschaftlichen Bürger- und Zunfthäusern bis zum Schwabentor (”Lappi tue d’Augen uf”); die etwas einfachere Weber- und Karstgasse, der Platz mit der Konstanzischen Schütte (bischöfliches Amtshaus 1528-1813), der Kirchhofplatz mit der St. Johannkirche, die 1248 erstmals erwähnt und 1517 zu einer grossen, fünfschiffigen Kirche erweitert wurde (heute bekannt für Bachfestspiele); die Vordergasse mit ihren ebenfalls z.T. reich verzierten Häusern, u.a. dem Haus ”zum Ritter” von 1492 (bedeutendste Renaissance-Fresken nördlich der Alpen); neben dem Münster und dem Kloster Allerheiligen die Beckenstube mit dem  Regierungssitz (ehemaliges Zeughaus), der Herrenacker mit dem Kornhaus und die Oberstadt mit dem Obertorturm und dem Haus zum Steinbock mit seiner schönen Rokoko-Stukkatur. Ausserhalb der Altstadt lohnt sich der Besuch des Munots, der eindrücklichen, aber nie im Ernstfall erprobten Stadfestung, die 1564-1589 nach Ideen von Albrecht Dürer erbaut wurde. Über den Munotstieg gelangen wir an der Südseite durch die Reben in die belebte Unterstadt und an die Schifflände