Péry

In Sonceboz überqueren wir zuerst das Flüsschen Suze/Schüss, das uns nun bis Biel begleiten wird. Ihr Rauschen wird leider zumeist übertönt durch die ebenfalls durch das Tal ziehende Autobahn, die „Transjurane“ Vom Lärm etwas abgelenkt werden wir aber z. B. im Wald „Forêt de l’Envers“ südlich des Dorfes La Heutte (deutsch „zur Glas-Hütte“) durch einen Dinosaurierpfad. Informationstafeln berichten von der 1992 im Fels gemachten Entdeckung von Fussspuren dieser urzeitlichen Tiere.
Péry ist wiederum ein wichtiges Dorf für Jakobusfreunde: 885 wird hier eine Jakobskirche urkundlich erwähnt. Dies ist der früheste zuverlässige Hinweis auf eine Jakobsverehrung in Zentraleuropa. Die jetzige Kirche stammt aus dem Jahr 1706, unter Einbezug älterer, gotischer Bauteile. Hier beginnt die Klus von Rondchâtel. Auf dem Hügel in der einer Schüss-Schlaufe Reste einer alten Burg.

Péry, Pfarrkirceh

Wo heute die Vigier Holding den Jurakalk abbaut, befand sich einst ein fürstbischöfliches Eisenwerk. Kurz vor Frinvilier und vor dem Tunnel der alten Strasse findet sich ein weggeschichliches Denkmal: das „Martinsklafter“ (frz. Toise de Saint-Martin). Hier zu sehen sind eine Geleisestrasse der römischern Pierre Pertuis-Strasse und eine Nische in der Wand, die vielleicht zur Römerzeit eine Gottheit barg. Die etwa klafterlange, horizontale Kehle ist nicht eine Massangabe sondern eine Aussparung für ein einst vorhanden gewesenes Klebdächlein über der Nische.

Klus von Rondchâtel

Frinvilier Zum Abschluss unserer Traversierung des Jura noch ein letzter wilder Höhepunkt: die Taubenlochschlucht. Sie ist nur im Sommerhalbjahr begehbar und kann wegen Steinschlags auch dann spontan geschlossen sein. Info vor Ort oder über www.biel-seeland.ch.
Der Name der Schlucht ist wohl keltischen Ursprungs und bedeutet ‚dunkles Wasser‘ oder ‚dunkle Wassergöttin‘. Am Ausgang der wildromantischen Schlucht steht man unvermittelt in Bözingen, einem alten Industriequartier der Stadt Biel. Das ehemals selbstständige Dorf mit seinen Mühlen und einer grossen Drahtschmiede gehörte früher zur Abtei Bellelay.
Wenn der Weg durch die Schlucht geschlossen ist, empfiehlt sich als gute Alternative der Wanderweg von Frinvillier über Lyssersbrunnen und durch den Malewagwald nach Biel- Ried.

Zu Fuss durch Biel/Bienne

Biel, Altstadtring

Leider gibt es zurzeit noch keinen schönen Fussweg der Schüss entlang zum See. Wir empfehlen darum eine Route durch den Hang und somit eine Umgehung der Aussenquartiere.Beim Endpunkt der ViaJura in Bözingen (frz. Boujean) wandern wir über Biel-Ried und anschliessend durch die nördlichen Wohnquartiere, bis man zur Altstadt absteigt. Unterwegs passieren wir: Atelier Robert Ehemaliges Atelier und Wohnsitz der Künstlerfamilie Robert, heute im Besitz der Stadt Biel und von Kunst-Stipendiaten bewohnt.
Bill-Haus (Eine Beschäftigungsgruppe im geschützten Rahmen) Mögliches Trinken und Essen für Pilger nach Voranmeldung www.billhaus.ch <http://www.billhaus.ch/>
Falbringen im Mittelalter Besitz des Klosters Bellelay. Ehemalige Wallfahrtskapelle der Jungfrau Maria.
Die pulsierende und multikulturelle Uhrenmetropole Biel/Bienne überrascht mit einer idyllischen Altstadt, mittendrin die reformierte Stadtkirche Sankt Benedikt, drei prächtige Brunnen, ehemaliges Stadthaus resp. Kornhaus mit Mühle der Abtei Bellelay (Untergasse 21 und 23).
Biel hat seinen Namen wohl von einem keltischen Quellheiligtum. Ein Indiz sind im 19. Jahrhundert entdeckte, gallorömische Opfermünzen zu Ehren des Gottes Belenos. Auf dem Areal des heutigen Schulhauses Dufour-Ost lag von 1456-1528 eine Johanniter-Kommende. In der Seevorstadt befindet sich die Bieler Museumsmeile mit Museum Neuhaus (Kunst und Kulturgeschichte), Museum Schwab (Archäologie) und CentrePasquArt (zeitgenössisches Kunstschaffen). Ebenda zudem die interessante Eglise du Pasquart.
Selbstverständlich bietet Biel/Bienne Unterkünfte und Verpflegung in allen Preiskategorien.