Gorges de Perrefitte

Kurz nach dem Dorf Perrefitte mit einigen hübschen Bauernhäusern aus dem 17. und 18. Jh. überqueren wir die Autostrasse und folgen dem Bach La Chalière zu den verzaubernden Gorges de Perrefitte in Richtung Les Ecorcheresses. Am Schluss der Schlucht, zwischen Côte des Neuf Prés und dem Bauernhof Plain Fahyn, geht der Weg steil aufwärts.

Der gelben Markierung folgen! Einmal hat man das Gefühl, man müsste rechts abzweigen, um Richtung West zu gehen, aber der Weg macht eine grosse Kurve, zuerst ostwärts, nachher wieder westwärts. Dem Waldrand folgend, teilt sich der Weg auf einer Wiese. Man geht die Wiesen hinunter zum Weiler Les Ecorcheresses. (Gutes Restaurant, jedoch nur auf Voranmeldung.)

Gorges de Pichoux

Der eigentliche Anschlussweg geht auf dem markierten Wanderweg am Nordhang des Bergs Moron in Richtung Souboz weiter.
Zwischen Souboz und Sornetan, 5 min ostwärts von Le Pichoux (kein Wegweiser im April 2011), entdeckt nach einem steilen Aufstieg eine Grotte, die im 17. / 18. Jh. als geheimer Versammlungsort und Gottesdienstplatz gedient haben soll. Ebenso gelangt man direkt an diesen Ort, wenn man von Les Ecorcheresses dem markierten Veloweg in Richtung Le Pichoux folgt.

Krete von Sornetan

Die reformierte Kirche von Sornetan (Baujahr 1708) besitzt einen Frontturm mit Zwiebelhelm und eine wertvolle, barocke Innenausstattung. Das nahe gelegene Pfarrhaus stammt von 1746. Das „Centre de Sornetan“ bietet für Pilger günstige Unterkunftsmöglichkeiten.
Zwischen Sornetan und Bellelay ist darauf zu achten, dass man kontinuierlich der Hanglehne entlang durch den Wald ansteigt und bei einer kleinen Wegspinne rechts weitergeht.

Bellelay

So erreicht man sicher Bellelay, eine ehemalige Prämonstratenserabtei, gegr. 1136. Die ersten Mönche, ermutigt durch den Basler Bischof Ortlieb von Frohburg, kamen aus der Abtei am Lac de Joux. Die jetzige Klosteranlage entstand 1708-1714 nach Plänen des Vorarlberger Architekten Franz II. Beer; Stuckarbeiten aus der Wessobrunner Schule. 1772-1797 weitberühmtes Internat, das zuletzt über 100 Schüler gleichzeitig besuchten. Nach dem Einfall der Franzosen (1797) wird das Kloster aufgehoben und die Anlage als französisches Nationalgut an die Meistbietenden verkauft. Später verschwinden die beiden Zwiebelhauben. Nach einer Nutzung der Gebäude für verschiedene Zwecke (u. a. als Brauerei) 1894 Einrichtung einer psychiatrische Klinik des Kantons Bern.

Bellelay- Orgel

Der barocke Kirchenraum mit den aus anderen Gotteshäusern gekauften Altären und der 2008 nach alten Vorlagen rekonstruierten Joseph Bossart-Orgel (von 1721) dient heute für Konzerte und Kunstausstellungen.
Bellelay gilt als Heimatort der Käsespezialität „Tête de Moine“, und im jurassischen Nachbardorf Lajoux wird die dort erfundene Girole® .produziert. Die Wiesen rund um Bellelay und das Moor La Sagne sind berühmt für den Reichtum an seltenen Pflanzen und Blumen, zum Beispiel der Türkenbundlilien (Naturschutzgebiet). Das historische Hotel de l’Ours (17.Jh.) und die Domaine de Bellelay bieten attraktive Unterkunftsmöglichkeiten.