Delémont, Muttergottes-Brunnen

Wieder führt der Weg immer der Via Jura entlang. Vom Bahnhof geht es zunächst nach Nordosten über die Birsbrücke.
Das Dorf Courroux ist vor allem den archäologisch Interessierten ein Begriff. Auf dem Roc de Courroux über der Klus entdeckte Quiquerez die Überreste einer Siedlung aus der Bronzezeit. Bei einer systematischen Erforschung fand man im 20. Jh. ausserordentlich viele und schöne Keramiken, die auf eine wirtschaftlich und kulturell blühende Siedlung hinweisen.

Vicques

 

Vicques, der Name des nächsten Dorfes, stammt vom römischen Vicus, also Gutshof, dessen konservierte Grundmauern südlich des heutigen Dorfes besichtigt werden können. Etwas sonderbar im Hinblick auf das hiesige Klima ist der Befund, dass sich die Säulenhallen und der Hof nach Norden öffnen! Im Dorfzentrum beachtenswert ist auch die moderne Betonkirche Notre-Dame du Rosaire mit dreieckigem Grundriss; Glasfenster von Bernhard Schorderet.

Panorama bei Rebeuvelier

Ab jetzt steigt der Weg sanft durch den Wald hoch nach Rebeuvelier. Etwas später kommen wir nahe vorbei am Schlösschen Raymontpierre, erbaut im 16. Jh. vom Delsberger Stadtherr Georges Hugué, später im Besitz der solothurnischen Patrizierfamilie von Staal und der elsässischen Familie von Andlau. Beide Geschlechter stellten viele hochgestellte Beamte am fürstbischöflichen Hof.
Und noch immer steigt der Weg über Juraweiden und Wälder hoch, bis wir auf 1300 m den Aussichtsturm des Mont Raimeux erreicht haben.

Juraweide

Da der Raimeux kein Gipfel, sondern ein Hochplateau ist, sieht man nur vom Turm aus, was wir bis jetzt geleistet haben und was noch vor uns liegt.
Eine SAC-Hütte und ein Naturfreundehaus bieten günstige Unterkunft. Romantische Menschen verweilen hier gerne wegen der idyllischen Ruhe. Für den jurassischen Altertumsforscher Quiquerez war der Raimeux ein „hoher Berg“, das heisst ein heiliger Berg der Kelten.

Ausblick von Raimeux