Corcelles, Kirche St-Nicolas 

Auf gelb ausgeschilderten Wanderwegen geht es weiter nach Russy, wo in der katholischen Kapelle ein Reliquienschrein des Heiligen Modeste steht.
Später: Pressoir/Distillerie du Belmont mit Laden (frisches Gemüse, Brot).
Kurz vor den ersten Häusern von Corcelles-près-Payerne entdeckt man linkerhand in der Ferne den Weiler Tours mit der Kirche Notre-Dame. Ursprünglich romanischer Bau, erbaut auf den Ruinen einer Kirche des 5. Jh. gebaut. Jetziger Bau 1781 (nach Brand). 1781. Im Chor Bild des Apostels Jakob mit Pilgerstab. Fenster von Jan Elvire 1975. Im 15. Jh. und bis heute stark frequentierter Pilgerort. Gebetswünsche können für die Vesper von 19.45 Uhr deponiert werden.
Die freiburgische Exklave Tours liegt bereits an der VIA JACOBI 4, auf die unser Anschlussweg nun auf der Höhe der Umfahrungsstrasse trifft. Auf dem mit der grünen Zusatzmarkierung (mit Ziffer 4) gekennzeichneten, alten Pilgerweg wandern wir nun durch Corcelles.

Payerne, Collégiale 

Reformierte Kirche Saint-Nicolas, im Kern 11. Jh., einschiffig mit Rundapsis. Die Waadtländer Gemeinde mit einigen bemerkenswerten Bauernhäusern und Speichern ist heute mit dem benachbarten Payerne zusammengewachsen.
Payerne ist das regionale Wirtschaftszentrum der Broyeebene und Mittelpunkt einer landwirtschaftlich geprägten Gegend. Der wohl bereits in spätrömischer Zeit benutzte Siedlungsplatz beginnt im 10. Jh. sehr deutlich an Bedeutung zu gewinnen: Die Reformabtei Cluny gliedert 962 die Abtei Payerne (zu deutsch Peterlingen) als eines der ersten Töchterklöster in ihren Verband ein. Die Blütezeit dauert bis zum Einmarsch der Berner in die Waadt (1536): Die Reformation wird eingeführt und die Mönche müssen Payerne verlassen. Im noch heute eindrücklichen Kirchenraum besondere Beachtung verdienen die reichen Kapitelle. Neben der Kirche Museum und die reformierte Stadtkirche mit dem Grabmal der burgundischen Königin Berta von Alemannien (ca. 907-966).

Payerne, Collégiale Innenraum

In der hübschen Altstadt mit fast quadratischem Grundriss haben sich zahlreiche schöne Bürger- und Patrizierhäuser und Teile der Stadtbefestigung erhalten. Hier endet nach rund 200 Kilometern der von Basel durch den Jura ins Dreiseenland führende Anschlussweg.

 

Ein besonderer Hinweis auf die Publikation : WEGE - CHEMINS, ein kleiner Begleiter auf dem Weg von Biel nach Payerne. Er kann hier bestellt werden