Wegabschnitt in der Stadt Freiburg/Fribourg

Die Kapelle St. Bartholomäus an der Strassenkreuzung auf dem Schönberg ist der eigentliche Ausgangspunkt unseres Rundgangs durch die Stadt Freiburg. Ab hier folgen wir den stadteigenen Jakobsweg-Wegweisern. Wir erreichen den mittelalterlichen Roten Turm auf der St-Barthélémystrasse und abwärts auf der Route François Arsent. Hier treffen wir auf einen Teil der im 13. Jh. erstellten Schutzmauer der Stadt. Etwas versetzt steht der Katzenturm (14. Jh.). Wir folgen dem Weg über die Treppe an der Stadtmauer hinunter. Sie endet beim Berner Torturm. Die drei Türme sind im Wappen der Stadt Freiburg dargestellt. Einige Schritte nach dem Berntor erreichen wir den Gasthof „Zum Engel“, der einst Pilger beherbergte. Dieser vom Erzengel Raphael beschützte Gasthof steht in unmittelbarer Nähe der Bernbrücke, dem obligatorischen Durchgang aller von Osten kommenden Pilger und Reisenden.Im Gasthof „Drei Könige“ stiegen damals begüterte Pilger ab.Am Ende der Bernbrücke kommen wir auf den Jean-François-Reyffplatz und von dort, an der Auberge de la Cigogne mit der verzierten Fassade vorbei auf den Platz du Petit-Saint-Jean. Hier stehen auf einer Säule des St. Annabrunnens (der Beschützerin der Gerber) vier musizierende Engel und ein Jakobspilger. Weiter geht es die Samaritergasse hinauf. Der 1550 erstellte Samariterbrunnen zeigt Jesus im Gespräch mit der Wasser schöpfenden Samariterin. An der Samaritergasse stand früher das Jakobsspital, welches mittellose Pilger aufnahm. Heute steht hier ein Sandsteinrelief des Schutzpatrons. Die kurze Passage des Augustins führt rechts zur Augustinerkirche aus dem 13. Jh. Oben angekommen, folgen wir der Grand-Rue und anschliessend dem Gässchen Rue des Epouses (Hochzeitergasse), auf welcher wir zur Kathedrale St-Nicolas kommen. Das Hauptportal (14. Jh.) zeigt das Jüngste Gericht. Die Figuren an den Portalwänden sind im 15. Jahrhundert entstanden. Das Innere der Kathedrale lohnt ebenfalls eine Besichtigung. Auf dem Altarbild wird der Heilige Jakob mit einer Muschel auf seinem Gewand dargestellt. Insgesamt gibt es ein halbes Dutzend Darstellungen des heiligen Jakobs in der Kathedrale.
Wir verlassen die Kathedrale durch das Hauptportal. Geradeaus erblicken wir an der Route de Morat die Kirche Notre Dame (Liebfrauenkriche) aus dem 12. Jahrhundert mit dem Samsonbrunnen und dahinter die 1281 vollendete Franziskanerkirche (Eglise des Cordeliers) mit Kloster. Beide Kirchen werden oft von Pilgern besucht. Der Weg führt uns bei der Kathedrale nach links in die Rue du Pont-Mure, zum Rathaus (Hôtel de ville) mit dem Georgsbrunnen. Gegenüber dem Platz Nova-Fribourgo kommen wir auf der Rue de Lausanne zum Kloster und zur Kirche der Ursulinerinnen. Den Platz Georges-Python querend kommen wir auf die Rue de Romont, die uns zum Bahnhof führt. 

Nächste Etappe: Fribourg-Romont
Alternativ-Etappe: Fribourg-Payerne