Hinweis: Diese signalisierte Variante des Jakobswegs führt zum überwiegenden Teil auf Hartbelag nach Payerne.

Fribourg – Noréaz - Strecke 12 km - Wanderzeit rund 3h

Fribourg

Fribourg

Auf der Avenue de la Gare gelangen wir am Bahnhof vorbei und durch die Unterführung auf die verkehrsreiche Avenue du Midi. Auf dieser zweigen wir bald nach rechts auf die ruhigere Route de la Vignettaz ab und erreichen aufwärts nach 200m links die Route de la Gruyère, der wir 200m folgen, um dann nach rechts auf die Route du Grand Pré abzuzweigen. Ihr folgen wir bis zum Ende, wo es neben dem Hügel Champriond auf einem Fussweg weitergeht bis zum Chemin de Bel Air, von dem wir später links abzweigen, um auf der Route de Villars zum Strassenkreisel zu kommen. Hier queren wir die Route de Cormanon und gehen hinüber zum Steinkreuz am Waldrand mit der Aufschrift St-Jacques. 

Bois de Moncor

Bois de Moncor

Seit 1470 (Bau einer Kapelle) war hier am Belle Croix ein wichtiger Durchgangsort für Jakobspilger. Beim Kreuz folgen wir dem Waldweg rechts bis zur Verzweigung der beiden Jakobswege und nehmen den Jakobsweg nach rechts (Wegweiser Richtung Montagny-Payerne). Nach kurzer Strecke erreichen wir die Kuppe des bewaldeten Hügels mit der Lichtung und dem Rastplatz beim Wasserreservoir. Wir gehen rechts hinunter zum Einkaufscenter, auf der Hauptstrase nach links stadtauswärts und biegen später halbrechts in ein Strässchen ein, auf dem wir in westlicher Richtung in den Wald Bois de Moncor kommen. Diesen durchqueren wir auf Hartbelag in nordwestlicher Richtung. Wir überqueren die Autobahn auf einer Brücke und zweigen kurz vor dem Waldausgang (bei der Holzhütte) links auf einen Waldweg ab, der uns an den westlichen Waldrand und weiter zum Village Suisse führt. Hier überqueren wir die Landstrasse und zweigen kurz danach links in den Bois de Verdilloud ab. Diesen Wald durchqueren wir in südwestlicher Richtung und biegen bei der Wegkreuzung (mit Rastplatz und Unterstand) links ab, um weiter südlich auf eine Forststrasse zu kommen, die uns in westlicher Richtung zum Waldrand führt.

Lac de Seedorf

Lac de Seedorf

Von hier geht es in westlicher Richtung, zunächst auf einem Fahrweg, dann auf der Landstrasse, an den Gehöften Pra Fert und La Sonna vorbei, bis nach Seedorf, welches aus ein paar Gehöften und dem Château de Seedorf besteht. Das heutige Schlossgebäude wurde 1769 vollendet. Heute beherbergt es eine kantonale Sonderschule (Internat) für geistig behinderte Kinder. Wir bleiben auf der Landstrasse, auf der wir an Seedorf vorbei ins westlich gelegene Noréaz mit der modernen Pfarrkirche gelangen. Die Gemeinde führt im unteren Teil des Wappens drei Jakobsmuscheln auf blauem Grund.

Noréaz – Payerne - 12 km - Wanderzeit rund 3h

KIrche Noreaz

KIrche Noreaz

Unser Weg führt durchs Dorf, an der ehemaligen Auberge Fleur de Lys vorbei. Nach 100m sind beim Chemin de Saint-Jacques zwei Varianten ausgeschildert:
Variante 1: Nach rechts auf dem Chemin de St-Jacques, der am westlichen Ausgang des Dorfes kurz in einen Feldweg einmündet und dann auf dem geteerten Strässchen durch den Wald der uns in Richtung Moulin des Arbognes führt..
Variante 2: Der Hauptstrasse hinab folgend zweigen wir im Talboden rechts auf den Chemin de Soupierraz ab. Nach dem letzten Hof treffen wir auf ein Natursträsschen, das uns durch den Wald in Richtung  Moulin des Arbognes führt.

Wir bleiben auf dem Weg westlicher Richtung bis hinunter zur Moulin de Prez im bewaldeten Tobel der Arbogne. Hier biegen wir scharf rechts ab, folgen der Arbogne im bewaldeten Arbogne-Tal (mit Resten eines römischen Aquäduktes welches Wasser nach Aventicum führte - siehe Hinweistafel). Wir gelangen in nördlicher  Richtung an Les Pelons und der Moulin d'Arbognes (mit der imposanten Sägerei) vorbei in den kleinen Ort Les Arbognes. Zur Linken zeigt der sich der Rundturm der Burgruine von Montagny-les-Monts , zu der wir über eine kleine Steinbrücke und auf einer Bergstrasse aufsteigen können. Eine Eisentreppe führt zur Tumkrone, von der wir eine prächtige Aussicht über die bewaldeten Hügel ins Broyetal geniessen können. Sehenswert ist auch die kathollsche Kirche Notre Dame de l'Immaculée Conception, die im Innern schöne Fresken aus dem Jahr 1646 und eine steinerne Madonne mit Kind aus der Zeit um 1500 birgt.

Wieder im Tal führt eine Brücke über die Arbogne. Auf der Landstrasse folgen wir zunächst dem Lauf der Arbogne, bis wir sie bei La Planche  überqueren, um in westlcher Richtung in den Ort Cousset zu kommen. Am westliche Ortsausgang gehen wir geradeaus weiter und überqueren bei Les Granges die Bahnlinie und die Arbogne. Wir gelangen in den Kanton Waadt  und biegen nach 300 m rechts zur Kirche Notre-Dame de Tours ab, einer freiburgischen Enklave. Dieses zur früheren kleinen Gemeinde Les Granges gehörende Kirchlein stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde mehrmals umgebaut. Im Innern birgt die Kirche einen barocken Hauptaltar mit einer Strahlenmadonna und zwei Seitenaltäre. Nach dem Besuch der Kirche geht es entlang des Waldrandes auf geteertem Weg bis zur Brücke über die Hauptstrasse Lausanne-Bern am Ostrand von Corcelles-près-Payerne.

Richtung Corcelles

Richtung Corcelles

Der Weg führt über die Strasse geradeaus weiter, um kurz danach links abzubiegen. In südlicher Richtung geht es weiter, an Wohnhäusern vorbei bis zur alten Mühle an der Arbogne, die wir überqueren, um zur Bahnlinie zu kommen. Ihr folgen wir bis kurz vor den Bahnhof Corcelles Sud. Hier zweigen wir links ab und überqueren die Bahnlinie und gelangen, am Rand des Quartiers Le Sansui, teils auf der Strasse und teils auf einem Pfad, über den Chemin du Sansui (am Golfplatz vorbei) auf die Hauptstrasse (Route de la Fenettaz), die rechts hinunter nach Payerne führt. Wir folgen ihr, queren die Route de Corcelles, unterqueren Bahngeleise und kommen auf die Route de la Grosse Pierre. Beim Kreisel vor der Altstadt zweigen wir links ab und kommen auf der Rue de la Gare in einem Bogen zum Bahnhof von Payerne.

Ville de Payerne

Abteikirche Payerne

Abteikirche Payerne

Unser Rundgang beginnt am Bahnhof, wo wir rechts zur alten Stadtmauer mit dem 1395 erbauten Turm Barraud abzweigen. Durch die Altstadt kommen wir zur ref. Pfarrkirche Notre-Dame (13./14. Jahrhundert). Vor der Kirche steht der Bannerträgerbrunnen mit Figur von 1542. Die dreischiffige Kirche besitzt eine prächtige Orgel von Melchior Grob von 1787. Im südlichen Seitenschiff erblickt man ein Wandgemälde aus dem 16. Jahrhundert, das das Leichentuch Christi darstellt. Im nördlichen Seitenschiff befindet sich das Grabmal von 1817 mit den vermuteten Gebeinen der burgundischen Königin Bertha (+ 961). Rechts neben der Kirche befindet sich das spätgotische Gerichtsgebäude von 1571 mit der Freitreppe. Rechts der Treppe erreicht man über einen Hof die ehemalige Abteikirche Notre-Dame. Die dreischiffige Pfeilerbasilika wurde im 11. Jahrhundert auf Anregung des Abtes von Cluny erbaut. Die langen Schiffe, die mächtigen Pfeiler, die aus Quadern mit wechselnden Farben bestehen, und das riesige Tonnengewölbe flössen dem Betrachter Ehrfurcht ein.

Stadtmauer Payerne

Stadtmauer Payerne

Die Kirche ist ein prächtiges Beispiel cluniazensischer Baukunst. 1536 wurde die Waadt von den Bernern erobert und die Reformation eingeführt. Die Abtei wurde aufgelöst. Heute ist die Kirche ein Museum. Links der Apsis befindet sich eine Kapelle aus dem 14. Jahrhundert, die mit Engeldarstellungen ausgemalt ist. Rechts der Apsis ist die Grailly-Kapelle aus dem 15. Jahrhundert, die mit einer Pietà, einer barmherzigen Madonna und Darstellungen verschiedener Heiligen ausgemalt ist. In einer Wandnische an der linken Seite sieht man eine moderne Orgel von 1999. Am anderen Ende befindet sich der Narthex (Vorhalle) mit Fresken aus dem 12. Jahrhundert, darunter Christus als Richter. Eine Treppe führt zur Michaelskapelle im Obergeschoss mit einer Sammlung alter Kapitelle. Hinter der Abteikirche finden wir den alten Brunnen der Serruriers (Schlosser) mit Figur von 1533. In der nördlichen Strasse steht das Croix Blanche, ein altes Gasthaus. Wir wenden uns nun südwärts und gelangen zum Bahnhof, wo wir wieder auf den Jakobsweg treffen.