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Romont-Lausanne-Genève - Wegstrecke 6 "Weg der Romandie"

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Strecke 132 km , Wanderzeit rund 33 Stunden

Der Jakobsweg durch die französisch sprechende Schweiz führt zunächst durch eine von bäuerlicher Arbeit und Kleinindustrie geprägte Landschaft nach Lausanne. Anschliessend geht es durch die Weinregion längs des Genfersees nach Genève. Zwischen Lausanne und Genève ging der historische Jakobsweg auf vielen Strecken verloren, da der ursprüngliche Pilgerpfad im 18. Jh. zum grössten Teil ausgebaut und verbreitert wurde und der „Route Suisse“ weichen musste. Heute gelangen Pilgerinnen und Pilger von Ort zu Ort auf Zufahrtsstrassen, aber auch auf Feld- und Forstwegen, durch Felder, Wiesen, Wälder, kleinere Bachtobel und entlang von Flussläufen nach Lausanne - an den Gestaden des Genfersees. Von Lausanne geht es dann entlang des Genfersees, auf Uferwegen oder durch die Rebberge bis in die Calvin-Stadt Genève. Verträumte Bauern- und Winzer-Dörfer und pittoreske Städtchen, mit gut erhaltenen historischen Ortskernen, alten Kirchen, Herrschaftshäusern und Schlössern des früheren Landadels, säumen den Weg. Alte Gasthäuser und Weinstuben laden zum gemütlichen Verweilen ein, zumal die „cuisine romande“ und der lokale Wein besonders empfehlenswert sind. Die beiden Kantonshauptstädte Lausanne und Genève haben neben einem gut bürgerlichen Welschschweizer-Kolorit auch eine internationale Prägung, berherbergen sie doch neben vielen Touristen aus aller Welt auch weltbekannte Unternehmen und Organisationen. Auf dem Weg entlang des Genfersees, mit einmaliger Sicht über den See in die französische Alpenwelt, lässt die Ferne des Pilgerziels Frankreich erahnen. Diese Fernsicht und die Nähe zur Schweizergrenze laden zum Sinnieren ein. In der Romandie begegnen Pilgerinnen und Pilger einer sehr freundlichen und weltoffnen Bevölkerung, die ihr kulturelles Erbe zu schätzen weiss und es gerne zeigt. Die durch den Reformator Calvin geprägte Lebenshaltung sickert bei Begegnungen und Gesprächen ein bisschen durch und kann in ökumenischem Sinn zu bereichernden Diskussionen führen. Bei einem Glas guten Weines lässt es sich jedoch gut begegnen und Sprachprobleme werden lösbar.

Wichtiger Hinweis

Die kurzen Weg-Beschreibungen wurden von Helfern und Vereinsmitgliedern in Freiwilligenarbeit, nach einer Begehung und basierend auf dem jeweiligen Wissensstand, erstellt und geprüft. Die Genauigkeit der Inhalte und insbesondere die Übereinstimmung mit der offiziellen Jakobsweg-Signalisierung kann vom Verein „jakobsweg.ch“ und den Autoren, auch im Sinne einer Produkthaftung, nicht garantiert werden. Pilgerinnen und Pilger werden deshalb gebeten, bei Abweichungen in jedem Fall den offiziellen Jakobsweg-Wegweisern zu folgen und uns allfällige Unstimmigkeiten zu melden. Wir danken!

Texte: Winfried Erbach, Joe Weber und Klaus Augustiny (Lektor)
Bilder: Wolfgang Hörer, Winfried Erbach, Diverse

© Copyright: Verein jakobsweg.ch

Zum ersten Wegabschnitt 

hepDas Referenzwerk zur ViaJacobi, dem Schweizer Abschnitt des europäischen Jakobswegs, erscheint in der 8. Auflage in gänzlich neuem Kleid. Der Inhalt wurde vollständig überarbeitet und aktualisiert. Der Kulturwanderführer beschreibt die ViaJacobi als Bestandteil des «Kulturwege Schweiz»- Programms von ViaStoria und als durchgehend signalisierte, nationale Wanderland-Route 4 von SchweizMobil; erhältlich bei 
hep - Der Bildungsverlag.

 

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