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Wegabschnitt von Konstanz nach Märstetten

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15 km (Wanderzeit 4h 10 min) 

Rathaus in Konstanz

Konstanz war im Mittelalter Sammelpunkt der Pilger aus dem Schwabenland, die von hier aus nach Santiago de Compostela aufbrachen. Wichtiger Treffpunkt war das Münster aus dem 10. Jahrhundert. Neben der Silvesterkapelle mit ihren Fresken steht die um 900 erbaute Mauritiusrotunde mit einer Nachbildung des Heiligen Grabes (13. Jh.). Jakobus der Ältere steht als einer der zwölf Apostel in der Rotunde. Man erkennt ihn leicht an den sieben Pilgerstäben und den mit Muscheln verzierten Pilgertaschen, die er für die aufbrechenden Pilgerinnen und Pilger bereithält. Auf dem Münsterplatz steht neben der Mariensäule ein prächtiger Wegweiser, der uns zeigt, dass der Weg bis Santiago 2340 km beträgt und dass bis Märstetten mit 4h10min Fussmarsch zu rechnen ist  Wir gehen in südlicher Richtung durch die Altstadt. Rechts steht die Stephanskirche, die älteste Pfarrkirche von Konstanz. Während des Konzils (1414-18) tagte hier das päpstliche Gericht. Der Reformator Hus wurde damals hier verurteilt und anschliessend verbrannt. An seinem Haus kommen wir kurz vorbei, bevor wir durch das Schnetztor (14. Jh.) die Altstadt verlassen. Weiter südwärts zweigen wir bei der Strassengabelung zur Schweizergrenze ab, die wir nach kurzer Strecke erreichen nach die Schweizer Grenze. Jenseits der Grenze sind wir bereits in Kreuzlingen. Die dortige ehemalige Pilgerherberge Grödeli, ein schöner Riegelbau aus dem Jahr 1610, bewirtet auch heute noch Gäste. Wir wandern geradeaus durch die Bahnhof-Unterführung, biegen

Kapelle Heilig Kreuz in Bernrain

rechts ab und zweigen nach kurzer Strecke (links) in südlicher Richtung)auf die Weststrasse ab. Der Weg führt durch den Ortsteil Emmishofen wo er die Landstrasse (Unterseestrasse) und das Bahngeleise westlich der Station Kreuzlingen-Bernrain quert. Entlang des Saubachs kommen wir durchs bewaldete Saubachtal bis zum Schlossbühl, wo wir links abbiegen. Anschliessend gelangen wir durch den Wald wir zur Strassengabelung, an der die barocke Heiligkreuz-Kapelle Bernrain (erbaut 1388)

Kapelle Heilig Kreuz in Bernrain

steht. Von der Wallfahrtskapelle haben wir einen schönen Ausblick auf Konstanz und den Bodensee. Wir überqueren die Strasse und wandern in östlicher Richtung weiter um dann links auf einen ruhigen Waldweg abzuzweigen. Dieser führt uns in südlicher Richtung durch zwei Wälder auf die Landstrasse, auf welcher wir in den Ort Schwaderloh kommen. Hier zweigen wir links ab und kommen (östlich an Schwaderloh vorbei) hinunter zum Weiler Gäbelschhuuse. Nun geht es rechts über das offene Feld bis zur Landstrasse bei den Fortibach-Weihern. Ihr folgen wir südwärts bis Ellighausen, wo wir in westlicher Richtung abzweigen. Über die Leewiese und kurz dem Waldrand entlang gelangen wir nach Lippoldswilen. Von hier geht es in südlicher Richtung weiter bis zum Waldrand, wo wir nach Westen abbiegen. Rechts haltend gelangen wir durch den Wald, den Laub- und Chemebach querend, zum Hof Entemos und weiter zum südlich gelegenen Weiler Riet. Ein Zufahrtsweg führt uns weiter durch Wiesland zum südwestlich gelegenen Weiler Wald. Wir bleiben in südwestlicher Richtung und kommen, südwärts

Pfarrkirche Märstetten

drehend den Wiesenhängen und dem Waldrand entlang, nach Hinderen Rueberbomm. Von hier kommen wir , entlang des Waldrandes und nach Überquerung der Märstetter Zufahrtsstrasse (Rueberbaumstrasse) auf die Thur-Ebene hinunter. Wir ziehen weiter in südlicher Richtung, überqueren die zweite Zufahrtsstrasse nach Märstetten (Boltshausenstrasse) und kommen (an den Gehöften Pilgerwäg vorbei) auf die Weinfeldstrasse. Diese führt rechts haltend der Bahnlinie entlang zum Bahnhof von Märstetten.

Pilgernde, die in Märstetten verweilen wollen, gelangen auf einer der Märstetten-Zufahrtstrassen oder auf der Weinfeldstrasse (längs der Bahnlinie) in den Ort. Dort gibt es Gasthöfe und eine Pilgerherberge. Sehenswert ist die Jakobskirche mit den Fresken und dem Taufstein. Ihr wuchtiger Turm mit der Sonnenuhr ist von weitem sichtbar.

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