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Berner Oberländer Weg - vom Brünigpass über Interlaken nach Amsoldingen

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Strecke 63 km, Wanderzeit rund 18 Stunden

Schon in früheren Zeiten führte der Jakobsweg vom Flüeli-Ranft über den Brünigpass und durchs Berner Oberland ins Freiburgerland. Auf dem Weg durchs Berner Oberland wurden die Pilger im Augustinerkloster in Interlaken aufgenommen und erhielten für die Weiterreise den begehrten Pilgerbatzen. In der Wallfahrtsklause des Heiligen Beatus am Thunersee beteten sie für ihre Gesundheit und ein gutes Weiterkommen. Aufnahme, aber auch Ruhe und Zeit zum Gebet, fanden sie in Kirchen am Weg, die heute über 1000 Jahre alt sind, so auch im Augustiner Chorherrenstift in Amsoldingen, wo heute noch die Basilika mit der Krypta steht. Manch ein Pilger fand auch eine Bleibe bei den armen Bergbauern am Weg, die das Wenige, was sie hatten, mit den Pilgern teilten.
Auch heute wählen viele Pilgerinnen und Pilger diesen Weg durch die wunderbare Berglandschaft mit schneebedeckten Viertausendern. Sie ziehen entlang der Ufer des tiefblauen Brienzer- und Thunersees mit einer einmaligen Bergkulisse und den tosenden Wasserfällen im Hintergrund. Die gewaltige Schöpfung Gottes erleben sie bei schönem und schlechtem Wetter aus allernächster Nähe. Die hohen Berge, die Gletscher, die grünen Alpwiesen, aber auch die Seen laden zur stillen Betrachtung und Meditation ein. Manche Pilgerinnen und Pilger finden gerade in dieser ruhigen und beeindruckenden Landschaft einen Weg zu sich selbst und zu Gott. Am Weg begegnen sie "urchigen" und bodenständigen Berner Oberländern, mit denen sie ins Gespräch kommen und etwas über deren bescheidene Lebensweise in den Bergen, aber auch deren Sorgen um den Erhalt der Bergdörfer und einer intakten Landschaft, hören. Sie begegnen auch fremdsprachigen Ferienreisenden aus den verschiedensten Ländern dieser Welt, welche die weltbekannten Tourismus- und Ausflugsorte in den Bergen meist in Eile besuchen. Pilgernde, welche die Schönheiten der Natur in der Stille mit allen Sinnen erleben wollen, setzen sich als sanfte Touristen geradezu in wohltuender Weise von der Masse der Touristen ab, die oft vorprogrammiert und von Hektik getrieben die renommierten Orte der Bergwelt konsumieren. 

Wichtiger Hinweis

Die kurzen Weg-Beschreibungen wurden von Helfern und Vereinsmitgliedern in Freiwilligenarbeit, nach einer Begehung und basierend auf dem jeweiligen Wissensstand, erstellt und geprüft. Die Genauigkeit der Inhalte und insbesondere die Übereinstimmung mit der offiziellen Jakobsweg-Signalisierung kann vom Verein „jakobsweg.ch“ und den Autoren, auch im Sinne einer Produkthaftung, nicht garantiert werden. Pilgerinnen und Pilger werden deshalb gebeten, bei Abweichungen in jedem Fall den offiziellen Jakobsweg-Wegweisern zu folgen und uns allfällige Unstimmigkeiten zu melden. Wir danken! 

Texte: Winfried Erbach, Joe Weber und Klaus Augustiny (Lektor)
Bilder: Wolfgang Hörer, Winfried Erbach, Diverse

© Copyright: Verein jakobsweg.ch

Zum ersten Wegabschnitt

hepDas Referenzwerk zur ViaJacobi, dem Schweizer Abschnitt des europäischen Jakobswegs, erscheint in der 8. Auflage in gänzlich neuem Kleid. Der Inhalt wurde vollständig überarbeitet und aktualisiert. Der Kulturwanderführer beschreibt die ViaJacobi als Bestandteil des «Kulturwege Schweiz»- Programms von ViaStoria und als durchgehend signalisierte, nationale Wanderland-Route 4 von SchweizMobil.

 

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