Gesamte Wegstrecke: Distanz 187 km; mittlere Wanderzeit rund 54 Stunden
"Jakobsbrunne" in Basel
Der Anschlussweg von Basel durch den Jura ins Dreiseenland versteht sich als alternativer Lückenschluss zwischen den südwestdeutschen Abschnitten des Jakobsweges und der ViaJacobi, welche die Schweiz durch das Mittelland quert. Die neue Route lädt Pilgerinnen und Pilger ein, von Basel - im südlichsten Teil der Oberrheinischen Tiefebene - durch den landschaftlich reizvollen Jura ins westliche Mittelland zu wandern, um von dort nach Frankreich und weiter nach Santiago de Compostela zu ziehen. Nach einem empfehlenswerten Rundgang durch die an Kunst und Kultur reiche Stadt Basel führt der Anschlussweg entweder dem Lauf des Birs entlang in den Jura oder gleich sanft bergan, wo schon nach wenigen Wegstunden ein wichtiges Marienheiligtum auf den Wandernden wartet. Die in einer Felsgrotte verehrte Gottesmutter ist ein geheimnisvoller Anziehungspunkt für Menschen verschiedenster Religionen und Ethnien. Nur eine Tagesreise und einige aussichtsreiche Jurahöhen später wird die „Notre Dame du Vorbourg“ erreicht. Von dem spektakulär auf einem Felssporn gelegenen Wallfahrtsort geht es hinunter nach dem jurassischen Kantonshauptort Delémont/Delsberg und dann über Höhen und durch Schluchten und vorbei an stillen Dörfern ins ehemalige Kloster Bellelay. Fast wie eine Fata Morgana steht seine spätbarocke Fassade einsam inmitten von Juraweiden. Bald nach der Bezwingung eines Passes, den schon die Römer nutzten, führt unser Weg vorbei an der Kapelle von Péry, die im 9. Jahrhundert nachweislich dem Pilgerheiligen Jakobus geweiht war und somit die älteste Zeugin der Jakobsverehrung im süddeutschen und Schweizer Raum ist.
Durch Wälder und Schluchten geht es nach Biel-Bienne. Dort öffnet sich der Himmel weit über dem lieblichen Dreiseenland. Ein seit dem 14. Jahrhundert als „Pilgerweg“ bezeugter Fussweg führt entlang des Bielersees durch die ausgedehnten Rebberge zur prachtvoll gelegenen Kirche von Ligerz und weiter nach dem Städtchen La Neuveville. Durch fruchtbares Land wandert man auch anschliessend: Das Grosse Moos ist der Gemüsegarten der Schweiz. Teilweise dem Murtensee entlang schlängelt sich der Weg nach dem uralten Avenches und abwechselnd über offenes Land und durch Wälder nach Payerne, wo wir auf Pilgerinnen und Pilger treffen, die von Nordosten her unterwegs sind auf dem Weg nach dem hier noch fernen Santiago de Compostela.
Signalisation:
Markierung Via Jura
Die Route ist markiert mit gelben Rauten und Wegweisern. Zwischen Basel und Biel folgt der Weg streckenweise der ViaJura, gekennzeichnet mit der Zusatzmarkierung „grünes Quadrat mit weisser Zahl 80“ auf den gelben Wegweisern.